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Blaulicht

Arztpraxen warnen vor gefälschten Bankbriefen mit QR-Code

Freitag, 03. Juli 2026 · 11:16 Uhr

In der vergangenen Woche wurde eine Frau durch eine Betrugsmasche um 9400 Euro erleichtert. Dabei gaben sich Täter als Bankmitarbeiter aus und nutzten ein gefälschtes Schreiben mit einem QR-Code, um die Geschädigte zu täuschen. Nach dem Scannen des Codes wurde sie aufgefordert, ihre Online-Banking-Daten einzugeben. Kurz darauf erhielt sie einen Anruf, bei dem sie unter dem Vorwand, eine unbefugte Überweisung zu verhindern, eine TAN-Freigabe erteilte. Danach war ihr Konto leer. Die Täter senden gezielt gefälschte Schreiben an Arztpraxen und andere Unternehmen, um Zugangsdaten zu erlangen. Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und rät, solche Schreiben sorgfältig zu prüfen. Banken bitten ihre Kunden niemals per Brief und QR-Code um die Eingabe von Zugangsdaten.

Die Täter nutzen eine mehrstufige Vorgehensweise. Zunächst erhalten die Opfer ein Schreiben, das wie ein offizieller Bankbrief aussieht. Es enthält einen QR-Code, der zu einer gefälschten Website führt. Dort wird die Eingabe von Online-Banking-Daten verlangt. Anschließend kontaktieren die Täter die Geschädigten telefonisch und geben sich als Bankmitarbeiter aus. Sie erzählen von angeblichen unbefugten Überweisungen und bitten um eine TAN-Freigabe. Die Geschädigten folgen den Anweisungen, wodurch die Täter Zugriff auf die Konten erhalten. Die Polizei hat bereits mehrere solcher Vorfälle gemeldet und warnt vor dieser Methode.

Die Betreiber von Arztpraxen und anderen Unternehmen sollten besonders wachsam sein. Die Polizei betont, dass Banken niemals per Brief und QR-Code um die Eingabe von Zugangsdaten bitten. Wer unsicher ist, sollte sich direkt an die eigene Bank wenden. Zudem ist es wichtig, Schreiben auf Unregelmäßigkeiten zu prüfen, wie etwa fehlende Kontaktdaten oder ungewöhnliche Formulierungen. Die Täter nutzen gezielt die Vertrauensstellung von Banken, um ihre Opfer zu täuschen.

Die Polizei bittet alle Betroffenen, bei Verdacht sofort die Behörden zu informieren. Zudem wird empfohlen, bei Verdacht auf Betrug sofort die Bank zu kontaktieren und den Kontostand zu überprüfen. Die Ermittlungen laufen, und es wird nach weiteren Tätern gesucht. Die Polizei fordert alle Unternehmen auf, sich über solche Betrugsmethoden zu informieren und ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

Quelle: Polizei Mainz – presseportal.de ↗ · automatisch zusammengefasst