Höhenretter retten Fensterputzer aus 240 Meter hohem Fahrkorb
Zwei Fensterputzer wurden am Donnerstag in Frankfurt aus einer defekten Arbeitsgondel in rund 240 Metern Höhe gerettet. Die Berufsfeuerwehr setzte dabei eine neuartige Akku-Seilwinde ein, die den Rettungseinsatz beschleunigte. Der Fahrkorb war durch starke Winde von der Fassade weggedrückt worden und schlug mehrfach gegen das Hochhaus. Die Höhenretter konnten die Männer sicher nach oben ziehen und in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr berichtete von einer „hochkritischen Lage“ während des Vorgangs.
Der Einsatz fand am Commerzbank-Tower statt, einem der höchsten Gebäude der Stadt. Das Gebäude hat 50 Stockwerke und misst mit Antenne 300 Meter. Die beiden Reiniger waren in einer Gondel stecken geblieben, die aufgrund einer technischen Störung nicht mehr bewegt werden konnte. 24 Feuerwehrleute, darunter fünf Höhenretter, wurden eingesetzt. Die Rettung erfolgte über eine Seilwinde, die erstmals in einem solchen Einsatz zum Einsatz kam. Der Wind erschwerte die Arbeiten erheblich und führte dazu, dass der Fahrkorb von der Fassade wegdrückte.
Nach Angaben der Feuerwehr gelang es den Höhenrettern, die Männer in Sicherheit zu bringen. Der Fahrkorb schwang weiter im Wind, bis ein Techniker ihn auf dem Dach absetzen konnte. Die Feuerwehr übt regelmäßig am Hochhaus, was den Einsatz erleichterte. Nach der Bergung wurde die Fassade mit einer Drohne überprüft, keine Schäden festgestellt. Die Höhenrettungsgruppe der Frankfurter Feuerwehr ist seit 1993 aktiv und wird jährlich zu etwa 180 Einsätzen gerufen.
Die Rettung gilt als eine der höchsten im urbanen Raum in Deutschland. Der Einsatzleiter betonte, dass der starke Wind die Arbeiten stark beeinträchtigt habe. Die Höhenretter sind auf verschiedene Situationen vorbereitet, darunter auch die Rettung von Menschen aus großer Höhe oder die Sicherung von Bauteilen.