Frankfurter Amtsgericht warnt vor Überlastung, Minister weist Vorwürfe zurück
Das Frankfurter Amtsgericht schlägt Alarm über die Überlastung seiner Mitarbeiter, während Justizminister Heinz die Kritik der Opposition zurückweist. Präsidentin Susanne Wetzel hatte bereits im Dezember 2025 in einem Brandbrief auf die unhaltbare Situation hingewiesen, in der bis zu 17.000 Vorgänge unbearbeitet sind. Besonders betroffen sind die Abteilungen für Nachlässe, Strafprozesse und Familienrecht. Minister Heinz räumt zwar ein, dass es Herausforderungen gibt, betont jedoch, dass viele Abläufe gut funktionieren und seit 2019 hessenweit 1.100 neue Stellen in der Justiz geschaffen wurden. Er sieht die Rekrutierung von neuem Personal als schwierig an, insbesondere aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten im Rhein-Main-Gebiet. Um dem entgegenzuwirken, plant das Ministerium einen neuen Justiz-Campus in Frankfurt zur Ausbildung von Nachwuchskräften.