Skyliners Frankfurt verlieren Center Malick Kordel an US-College
Der Basketballverein Skyliners Frankfurt hat den Center Malick Kordel verloren, der seit mehr als einem Jahr nicht mehr für den hessischen Bundesligisten gespielt hat. Der 22-Jährige, der 2,16 Meter groß sein soll, hat sich 2024 für einen Vertrag bei den Skyliners entschieden. Doch bereits im folgenden Jahr zog er in die USA, um an der University of Michigan zu studieren und Basketball zu spielen. Die Vereinsführung wurde über den Schritt überrascht und hat keine Informationen dazu erhalten, dass Kordel den Wechsel in Betracht zog. Ein Vertrag mit der University of Minnesota ist für die kommende Saison geplant.
Kordel hat in der vergangenen Saison für die Michigan Wolverines gespielt und stand in 14 Spielen auf dem Feld. Obwohl er im Endspiel nicht aktiv war, war er bei der Titelfeier der Mannschaft dabei. Der Verein hat keine Möglichkeit, den Schritt des Spielers zu verhindern, da der Vertrag keine Regelung für einen Wechsel an eine US-Universität enthielt. Zudem ist der Spieler nun Teil des NIL-Marktes, der Athleten ermöglicht, Geld mit ihrer Persönlichkeit zu verdienen. Sein geschätzter NIL-Wert wird auf 500.000 Dollar geschätzt.
Die Skyliners Frankfurt können im Moment nichts unternehmen, da Kordel weiterhin an der Uni bleibt. Sollte er später in einen FIBA-verein wechseln, könnte es zu Problemen kommen, da der Verein auf den alten Vertrag verweisen könnte. Derzeit ist jedoch unklar, ob Kordel tatsächlich für die Ausbildung an der University of Michigan ist oder ob er nur den NIL-Markt nutzen will. Der Schritt des Spielers hat den Verein überrascht und wirft Fragen zu Verträgen und Spielerverpflichtungen auf.
Der Fall zeigt, wie sich der Sport in den USA verändert hat, insbesondere durch die NIL-Regelungen. Athleten können jetzt nicht nur spielen, sondern auch ihre Marken wachsen lassen. Für Vereine wie die Skyliners Frankfurt ist das eine neue Herausforderung, da sie den Schritt eines Spielers nicht kontrollieren können, wenn er an eine US-Universität geht.