Mexiko und Kanada erhalten nur wenige WM-Spiele
Bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft fanden nur 13 Spiele in Mexiko statt, während Kanada ebenfalls nur 13 Spiele ausrichtete. Die Vereinigten Staaten von Amerika erhielten mit 78 Spielen den Großteil der Spiele. Das Achtelfinale zwischen Mexiko und England war das letzte Spiel auf mexikanischem Boden. Die Verteilung der Spiele wurde von vielen als ungleichförmig kritisiert.
Die Verteilung der Spiele wurde im Vorfeld von US-Präsident Donald Trump als Erfolg seiner Politik dargestellt. Er behauptete, die WM allein durch seine Einflussnahme gewonnen zu haben. Dabei wurden afrikanische Länder unter Druck gesetzt, für die US-Bewerbung zu stimmen. Die Verteilung der Spiele wurde von mexikanischen und kanadischen Medien als unglückliche Entscheidung kritisiert.
Die WM wurde 2018 vergeben, während Trump in der ersten Amtszeit war. Der US-Präsident betonte in einer Rede, dass er die WM für die USA gesichert habe. Die Verteilung der Spiele wurde von vielen als ungleichförmig kritisiert, insbesondere da Mexiko und Kanada nur wenige Spiele ausrichteten, während die USA den Großteil übernahmen.
Der mexikanische Schriftsteller Juan Villoro kritisierte die Verteilung der Spiele in einem Essay. Er verglich die Prologen der jüngsten Weltmeisterschaften mit dem Fegefeuer, um die kritische Lage der Turniere zu verdeutlichen. Mexiko und Kanada hätten den Bedingungen nicht zustimmen sollen, so die Kritik.