Lufthansa-Dreamliner stürzte bei Wartungstest auf Flughafen Frankfurt
Bei einem Unfall eines Lufthansa-Dreamliners am Frankfurter Flughafen wurden mehr Menschen verletzt als zunächst bekannt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) veröffentlichte einen Zwischenbericht, der aufzeigt, dass insgesamt 23 Personen verletzt wurden, zwei davon schwer. Die Lufthansa hatte zuvor nur von fünf Verletzten gesprochen. Der Zwischenbericht enthält zudem Details zur technischen Ursache: Der Verriegelungsstift des Bugfahrwerks war nicht eingesetzt und wurde später in einer Kiste gefunden. Ob dies mit dem Unfall zusammenhängt, bleibt unklar.
Der Vorfall ereignete sich am 4. Juni, als zwei Techniker im Cockpit einen Wartungstest durchführten. Dabei bewegten sie den Hebel, mit dem das Fahrwerk normalerweise eingefahren wird. Kurz darauf fuhr das Bugfahrwerk ein, obwohl das Flugzeug noch auf der Parkposition stand. Das Flugzeug sackte mit der Nase auf den Beton, wodurch auch die Triebwerksverkleidungen beschädigt wurden. Die Stromversorgung fiel aus, die Beleuchtung erlosch und die Cockpittür schlug zu.
Die BFU betont, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Weitere Faktoren, sowohl technischer als auch menschlicher Natur, müssen noch analysiert werden. Der Abschlussbericht soll die genaue Ursache des Unfalls benennen und mögliche Sicherheitsmaßnahmen vorschlagen. Die Behörde betont, dass ihre Arbeit ausschließlich der Verhütung künftiger Unfälle dient und keine Schuldfrage klären will.
Der Dreamliner war auf dem Weg nach Los Angeles und hatte nur Crewmitglieder an Bord. Die Passagiere warteten noch auf das Boarding und wurden nicht verletzt.