Bahnbaustelle im Mittelrheintal: 80 Kilometer gesperrt bis Dezember
Vom 10. Juli ab 21 Uhr bis 12. Dezember wird die Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf komplett gesperrt. Auf 80 Kilometern Länge wird die Strecke saniert, darunter Gleise, Signale, Weichen und Bahnhöfe. Die Arbeiten umfassen auch den Neubau des Bahnhofs Rüdesheim. Während der Baustelle fährt der Regionalverkehr nicht mehr, stattdessen wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Der Fern- und Güterverkehr wird umgeleitet. Die Kosten für die Sanierung liegen bei etwa 1,6 Milliarden Euro.
Drei Baufirmen arbeiten parallel an verschiedenen Abschnitten der Strecke. Der Schienenersatzverkehr wird über mehrere Linien abgedeckt, darunter auch Expressfahrten. Die Busse sind purpurfarben und gut erkennbar. In einigen Orten wie Eltville wird die Haltestelle verlegt. Auch Bahnübergänge sind während der Baustelle geschlossen, was Umleitungen für Fahrzeuge erforderlich macht.
Zusätzlich zu dieser Großbaustelle gibt es in Hessen weitere Einschränkungen, beispielsweise am Mainzer Knoten, im Frankfurter Hauptbahnhof und in der Wetterau. Die Deutsche Bahn betont, dass die Sanierung die Qualität und Zuverlässigkeit der Strecke verbessern soll. Ein Ausbau für den Güterverkehr ist nicht geplant.
Der Baubeginn erfolgt am 10. Juli abends. Während der fünf Monate werden nur Baufahrzeuge auf den Schienen unterwegs sein, um Material zu transportieren. Die Strecke ist zwar gesperrt, aber nicht ohne Verkehr, da die Anlieferung über die Schiene weiterhin stattfindet.