US-Amerikaner mit Ebola wird in Frankfurter Klinik behandelt
Ein US-Bürger, der mit der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus infiziert ist, wurde in der Nacht nach Frankfurt geflogen und in der Uniklinik behandelt. Der Patient arbeitete für eine humanitäre Organisation im Kongo. Laut Bundesgesundheitsministerium besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Der zweite US-Bürger mit Ebola kam knapp zwei Monate nach dem ersten Patienten nach Deutschland. Die Infektion wurde in der Demokratischen Republik Kongo festgestellt. Es gibt bislang keinen Impfstoff und keine spezielle Therapie für die Variante. In Deutschland werden Ebola-Patienten auf speziellen Isolierstationen untergebracht, um Kontakte zu anderen Patienten zu vermeiden.
Der Patient wurde am Frankfurter Flughafen abgefertigt und direkt in die Universitätsklinik gebracht. Die Behörden bestätigten die Ankunft und die Behandlung. Die genaue Geschlechtsangabe blieb zunächst unklar. Derzeit ist in der Region Kongo ein schwer einzudämmender Ebola-Ausbruch zu verzeichnen. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle steigt schneller als bei früheren Epidemien. In Europa war das Virus bereits in Frankreich nachgewiesen worden, wo ein Arzt nach kurzer Isolierung entlassen wurde.
Die Behandlung von Ebola-Patienten erfolgt in geschlossenen Einrichtungen, die vom regulären Klinikbetrieb getrennt sind. Dies soll eine Ausbreitung des Virus verhindern. Der erste US-Arzt, der im Mai nach Deutschland kam, war zunächst lebensbedrohlich, wurde aber nach zwei Wochen entlassen. Die Bundesregierung betont, dass die Lage unter Kontrolle ist und keine Gefahr für andere Menschen besteht.
Der aktuelle Ausbruch im Kongo ist besonders heftig. Bislang wurden über 650 Todesfälle und mehr als 1.800 Infektionen gemeldet. Im Vergleich zu früheren Epidemien, wie der in Westafrika 2014/2015, steigen die Zahlen schneller. Experten warnen vor der schnellen Ausbreitung und der Schwierigkeit, die Krankheit einzudämmen. In Deutschland bleibt die Situation stabil, da die Infizierten auf speziellen Stationen behandelt werden.