Hessische Rastplätze schlechtester Test in Deutschland
Der ADAC hat in einer umfassenden Untersuchung die Zustände an deutschen Autobahn-Rastplätzen bewertet. Dabei fielen vier hessische Anlagen besonders negativ auf. Der Rastplatz 'Am Stadtwald' an der A3 bei Frankfurt erhielt die schlechteste Bewertung. Insgesamt wurden 50 unbewirtschaftete Rastplätze getestet, von denen 46 Prozent die Note mangelhaft oder sehr mangelhaft erhielten. Besonders kritisch wurde der Zustand der Sanitäranlagen bewertet, die oft verschmutzt, nicht funktionsfähig oder sogar geschlossen waren.
Die Testergebnisse zeigen, dass sich die Situation an vielen Rastplätzen verschlechtert hat. Vor allem die Toiletten zogen die Bewertung nach unten. In einigen Fällen fehlte sogar das Grundbedarf wie Toilettenpapier oder Seifenspender. Die Anlagen 'Nadelöhr', 'Brühlgraben' und 'Am Pommer' erhielten ebenfalls sehr mangelhafte Bewertungen. Die Probleme reichen von mangelnder Sauberkeit bis hin zu fehlenden Behindertenparkplätzen und schlechter Beleuchtung.
Der ADAC kritisiert zudem den Zustand der barrierefreien Toiletten und fordert eine stärkere Modernisierung der Rastplätze. Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, betont, dass die Betreiber mehr Aufmerksamkeit auf die Reinigung und Wartung der Anlagen legen müssen. Zudem weist der Verkehrsclub auf das Problem des Vandalismus hin, der an fast allen Rastplätzen zu finden war.
Der Test fand zwischen dem 13. und 23. März 2026 statt. Jede Anlage wurde an einem Tag zwischen 8 und 18 Uhr geprüft. Die Bewertung erfolgte nach einem umfassenden Prüfschema mit über 120 Kriterien, wobei die Sanitäranlagen den größten Anteil an der Gesamtbewertung ausmachten.