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Frankfurter Uni reduziert Studienplätze aufgrund von Sparmaßnahmen

Dienstag, 14. Juli 2026 · 16:04 Uhr

Die Goethe-Universität in Frankfurt reduziert ab dem kommenden Wintersemester die Anzahl der Studienplätze. Grund dafür sind die vorgeschriebenen Budgetkürzungen im Rahmen des Hessischen Hochschulpakts. Insgesamt sollen 30 Millionen Euro eingespart werden. Betroffen sind unter anderem Fächer wie Lehramt und Jura. Die Uni teilt mit, dass die Zahl der Studienanfängerplätze um rund zehn Prozent sinkt. Der Präsident betont, dass die Entscheidung notwendig sei, um die Lehrenden vor Überlastung zu schützen und Forschung zu ermöglichen. Der Hochschulpakt sieht vor, dass die Finanzierung der hessischen Hochschulen in den nächsten Jahren schrittweise wieder gesteigert wird.

Die Goethe-Universität gab bekannt, dass sie im kommenden Wintersemester 455 Studienplätze weniger anbieten wird. Dies sei eine direkte Folge der Sparauflagen, die im Rahmen des Hochschulpakts 2026-2031 festgelegt wurden. Betroffen sind mehrere numerus-clausus-behaftete Studiengänge, darunter auch Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaften und Biochemie. Der Hochschulsprecher betonte, dass die Einsparungen Teil eines umfassenderen Konsolidierungsprozesses seien. Die Uni betone, dass sie sich weiterhin für eine qualitativ hochwertige Ausbildung einsetze, jedoch auch die finanziellen Rahmenbedingungen berücksichtigen müsse.

Der Hessische Hochschulpakt wird alle fünf Jahre zwischen dem Wissenschaftsministerium und den Hochschulpräsidenten verhandelt. Der aktuelle Vertrag sieht vor, dass die hessischen Hochschulen in diesem Jahr 30 Millionen Euro sparen müssen. Das Budget soll 2027 auf das Niveau von 2025 zurückkehren, bevor ab 2028 jährlich mehr Mittel bereitgestellt werden. Im vergangenen Jahr gab es landesweit Proteste gegen die Sparpläne, sowohl von Studierenden als auch von Hochschulmitarbeitern. Die Präsidien hatten zudem vor einer strukturellen Unterfinanzierung gewarnt.

Die Entscheidung der Goethe-Universität spiegelt die schwierige Lage des hessischen Hochschulsystems wider. Die finanziellen Einschränkungen führen zu konkreten Maßnahmen wie der Reduzierung von Studienplätzen. Der Präsident der Uni betonte, dass die Einsparungen notwendig seien, um die Qualität der Lehre und Forschung zu sichern. Gleichzeitig zeigte er sich besorgt über die langfristigen Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf das gesamte Hochschulwesen in Hessen.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de ↗ · automatisch zusammengefasst