Frankfurter CSD feiert vier Tage lang Vielfalt und Toleranz
Von Donnerstag bis Sonntag findet in Frankfurt der Christopher-Street-Day statt, bei dem die queere Szene mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und der großen Demonstration am Samstag die Themen Toleranz und Vielfalt feiert. Das diesjährige Motto lautet „Demokratie braucht keine Alternative!“ und soll als klare Abgrenzung zu bestimmten politischen Gruppierungen dienen. Die Demonstration startet am Samstag um 11 Uhr am Römer und führt durch die Innenstadt. Veranstalter rechnen mit rund 10.000 Teilnehmenden bei der Demo und insgesamt etwa 150.000 Besuchern über die vier Tage. Neben der Demonstration gibt es auf dem Mainkai verschiedene Bühnen mit Shows, Konzerten und Diskussionen sowie Gottesdienste in mehreren Kirchen. Neu ist in diesem Jahr ein Sportbereich auf der Infomeile sowie eine App, mit der Teilnehmende schnell Hilfe anfordern können. Die Polizei erwartet einen friedlichen Verlauf, warnt aber vor Verkehrsbeeinträchtigungen durch die vielen Demonstrationen im Stadtgebiet.
Die Demo startet am Samstag um 11 Uhr am Römer und führt über mehrere Straßen durch die Innenstadt, bevor sie am südlichen Mainufer endet. Während der Veranstaltung gelten auf dem Gelände ein Waffen- und Cannabisverbot sowie ein Verbot von Glasbehältern. Die Polizei ist mit starken Kräften im Einsatz und bittet bei Straftaten um zeitnahe Kontaktaufnahme. Aufgrund der vielen Demonstrationen in der Innenstadt sind am Samstag zahlreiche Verkehrseinschränkungen zu erwarten. Die Straßenbahnlinien 11, 12, 14 und 18 sowie die Buslinien 30 und M36 fahren nicht durch das Stadtzentrum. Die Verkehrsgesellschaft empfiehlt, an diesem Tag auf das Auto zu verzichten und stattdessen die U-Bahn oder S-Bahnen zu nutzen.
Das diesjährige Motto wurde aus der aktuellen politischen Situation abgeleitet und soll eine klare Haltung gegen bestimmte Gruppierungen zeigen, die sich als Alternative bezeichnen. Gleichzeitig wird der CSD als Feier der Demokratie und der Grundrechte verstanden. Insgesamt ist die Veranstaltung in diesem Jahr größer als in den Vorjahren, da sich 120 Gruppen angemeldet haben. Neben dem Sportbereich und der neuen App gibt es auch in der Infomeile weitere Neuheiten. Die Veranstaltungsreihe wird auch in anderen hessischen Städten fortgesetzt, unter anderem in Darmstadt, Bensheim und Offenbach.
Der CSD in Frankfurt ist der größte in Hessen und hat sich zu einem wichtigen Ereignis für die queere Community entwickelt. Die Veranstalter betonen, dass die große Teilnahme auch als Schutz diene und die Sicherheit der Teilnehmenden erhöhe. Die Polizei bestätigt, dass der CSD den Charakter eines Festzugs hat und mit einer friedlichen Durchführung gerechnet wird. Trotzdem bleibt die Sicherheitslage im Auge, insbesondere wegen der zusätzlichen Demonstrationen in der Innenstadt.