Fifa muss Ticketverkauf in Deutschland überarbeiten
Das Landgericht Frankfurt hat eine einstweilige Verfügung gegen die Fifa erlassen. Der Weltverband muss bestimmte Aspekte des Ticketverkaufs in Deutschland ändern, um Verbraucher zu schützen. Die Ticketplattform Ticombo GmbH, die den Antrag gestellt hat, wirft der Fifa manipulative Praktiken vor. Dabei geht es unter anderem um die Gestaltung des Kaufablaufs und mangelnde Transparenz.
Die Fifa steht seit längerer Zeit unter Druck, insbesondere wegen der hohen Preise und der Art, wie Karten verkauft werden. Das dynamische Preismodell führt zu starken Schwankungen bei den Ticketpreisen. Zudem reguliert der Weltverband die Preise auf dem offiziellen Zweitmarkt nicht. Bei jedem Verkauf erhält die Fifa eine Gebühr von 15 Prozent, sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer.
Die Verfügung des Gerichts ist eine Reaktion auf die Kritik, die der Weltverband in verschiedenen Ländern erhält. Auch in den USA und Kanada wird der Ticketverkauf des Weltverbands untersucht. Die Fifa hat bislang keine Stellungnahme zu dem Beschluss abgegeben.
Die Entscheidung des Gerichts zeigt, dass die Verbraucherrechte im Zusammenhang mit der WM-Vermarktung im Fokus stehen. Ob die Fifa den Beschluss akzeptiert oder dagegen vorgeht, bleibt abzuwarten.
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