Boxer Simon Zachenhuber verliert WM-Chance in Dschidda
Der bayerische Boxer Simon Zachenhuber aus Erding verlor am Samstagabend in Dschidda seinen Kampf um den WBO-Titel. Er unterlag dem ungeschlagenen Titelträger Hamzah Sheeraz nach Punkten. Der 29-Jährige, der vor kurzem erst die Chance auf die Weltmeisterschaft erhielt, kämpfte bis zum Schluss, blieb aber dem Favoriten unterlegen. In der gleichen Veranstaltung kehrte Anthony Joshua nach einem Jahr Pause mit einem K.o.-Sieg zurück. Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister gewann gegen Kristian Prenga und machte damit den Weg für einen möglichen Kampf gegen Tyson Fury frei.
Zachenhuber, der 2021 durch die RTL-Show „Let’s Dance“ bekannt wurde, zeigte in den ersten Runden gute Leistungen, verlor aber nach und nach an Schwung. Sein Trainer rief ihm vor der letzten Runde zu, den Kampf zu gewinnen, doch es gelang nicht. Der Boxer betonte, dass er sich nie unterschätzen lassen wolle. Sheeraz kämpfte dagegen eher zurückhaltend.
Joshua, der seit einem schweren Unfall im Dezember 2025 nicht mehr im Ring stand, zeigte in Dschidda eine starke Leistung. Er überstand zwei frühe Niederschläge und setzte sich in der zweiten Runde durch K.o. durch. Der Kampf war Teil seiner Rückkehr in die Weltspitze. Ein weiterer Fight gegen Tyson Fury ist bereits geplant, sofern beide ihre Vorkämpfe gewinnen.
Der 36-Jährige hatte nach dem Unfall in Nigeria, bei dem zwei seiner Freunde starben, erklärt, dass Boxen seine Bestimmung sei. Vor dem Kampf gegen Prenga trug er die Namen der Verstorbenen auf dem Ringboden. Sein letzter WM-Kampf endete 2024 mit einer Niederlage gegen Daniel Dubois.