Garner Hotel in Rüsselsheim schließt wegen Legionellen im Wasser
Das Garner Hotel in Rüsselsheim ist aufgrund von wiederholt auftretenden Legionellen im Trinkwasser geschlossen worden. Die Betreibergruppe Novum Hospitality kündigte den Pachtvertrag mit dem Eigentümer, einem Fonds, aus wichtigem Grund. Mehrere Gutachten hatten erhebliche Mängel in der Wasserversorgung des Hotels aufgezeigt, die nicht behoben werden konnten. Die Schließung erfolgte, um Gesundheitsrisiken für Gäste und Mitarbeiter zu vermeiden. Das Gesundheitsamt hatte zuvor ein Duschverbot verhängt. Der Kreis Groß-Gerau bewertete die Schließung als folgerichtig. Novum prüft rechtliche Schritte und geht von hohen Schäden aus.
Die Schließung des Hotels, das über mehr als 150 Zimmer verfügt, wurde am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben. Novum Hospitality gab bekannt, den Pachtvertrag mit dem Eigentümer fristlos zu kündigen. Die Entscheidung folgte auf mehrere technische Untersuchungen und Gutachten, die Mängel in der Trinkwasseranlage nachgewiesen hatten. Die Betreiber betonten, dass die Mängel nicht behoben werden konnten und die Schließung notwendig war, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.
Das Gesundheitsamt hatte bereits zuvor ein Duschverbot verhängt, nachdem Legionellen im Wasser nachgewiesen wurden. Legionellen können bei Menschen Lungenentzündungen auslösen und in schweren Fällen lebensbedrohlich sein. Der Kreis Groß-Gerau bestätigte, dass in früheren Jahren bereits Legionellenbefunde im Hotel aufgetreten seien. Ein Gutachten aus dem Mai hatte gravierende Probleme in der Wasserversorgungsanlage festgestellt. Der Kreis betonte, dass die Schließung aus gesundheitsschutzrechtlicher Sicht gerechtfertigt sei.
Novum Hospitality prüft derzeit rechtliche Schritte gegen den Pächter. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Für die 14 Mitarbeiter des Hotels sollen in dieser Woche Gespräche stattfinden. Die Schließung des Hotels führt zu erheblichen Folgen für die Betreiber und die Belegschaft.