Kunstprojekt in Darmstadt: Nähte als Zeichen für bedrohte Vögel
Dina Rautenberg aus Darmstadt nutzt Nähmaschine und Garn, um Vögel in ihrer Kunst zu verewigen. Ihr neuestes Projekt, das im Wolfskehl'schen Park ausgestellt ist, thematisiert bedrohte Arten und will Aufmerksamkeit für die Artenvielfalt schaffen. Die Künstlerin hat sich auf genähtes Zeichnen spezialisiert und verbindet damit künstlerische Ausdrucksformen mit Umweltthemen.
Für ihr Projekt „Circuit“ hat Rautenberg ihre großformatigen Arbeiten in die Natur gebracht. Sie hat sich dabei von dem Bienenfresser inspirieren lassen, der sich aufgrund des Klimawandels in Hessen ausbreitet. Die Vögel werden in ihrer Arbeit abstrakt dargestellt, wobei sie Flächen und Formen wiederholt, um eine neue Darstellung zu schaffen. Rautenberg vergleicht ihr Nähen mit dem Malen oder Zeichnen und betont, dass sie mit der Nadel Striche und Pinselstriche nachahmen kann.
Ihr künstlerischer Weg begann in ihrer Kindheit, als sie mit Fäden um die Bäume wickelte. Während ihres Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach setzte sie den Faden als zentrales Werkzeug ein. In der Sendereihe „Make it“ wird sie am Dienstagabend im hr-fernsehen vorgestellt. Rautenberg will mit ihrer Arbeit nicht nur künstlerisch wirken, sondern auch auf die Bedeutung der Artenvielfalt hinweisen.
Zurzeit sind erste Werke der Künstlerin im Wolfskehl'schen Park zu sehen. Ab August sollen weitere textile Arbeiten im Internationalen Waldkunstpfad in Darmstadt ausgestellt werden. Rautenberg glaubt, dass Menschen in der Lage sind, Veränderungen herbeizuführen und setzt auf positive Impulse durch ihre Kunst.