US-Amerikaner mit Ebola aus Frankfurter Klinik entlassen
Ein US-Bürger, der sich während eines Einsatzes für eine Hilfsorganisation im Kongo mit dem Ebola-Virus infizierte, wurde nach zwei Wochen auf einer Sonderisolierstation der Universitätsklinik Frankfurt gesund entlassen. Der Mann war seit Mitte Juli in der Klinik behandelt worden und zeigte typische Symptome wie hohes Fieber und Durchfall. Durch medizinische Maßnahmen besserten sich seine Beschwerden rasch. Die Klinik betonte, dass keine Gefahr für die Bevölkerung oder Mitarbeitenden bestand.
Der Patient war mit der selteneren Bundibugyo-Variante des Virus infiziert, für die derzeit kein Impfstoff und keine gezielte Therapie existieren. In der Demokratischen Republik Kongo, wo die Epidemie aktuell am stärksten ist, wurden bislang über 3.000 Fälle bestätigt. In der Frankfurter Klinik wurden bereits mehrere Patienten mit ähnlichen Infektionen erfolgreich behandelt. Zuvor war ein weiterer US-Amerikaner mit Ebola in der Berliner Charité behandelt und entlassen worden.
Die Klinik verwies darauf, dass es in Deutschland sieben Sonderisolierstationen gibt, die für den Umgang mit hochansteckenden Krankheiten eingerichtet sind. Die Behandlung des Patienten in Frankfurt war nach Angaben der Klinik erfolgreich und zeige, dass die medizinische Versorgung in Deutschland auf dem neuesten Stand sei. Der Mann wurde am Dienstag ohne Symptome aus der Klinik entlassen.
Die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus wurde erstmals 2007 nachgewiesen und gilt als seltener als andere Formen. Obwohl es keine spezifische Therapie gibt, können durch supportive Maßnahmen die Symptome gelindert und die Überlebenschancen gesteigert werden. Die Klinik betonte, dass der Patient während seiner Behandlung keine Ansteckungsgefahr darstellte.