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hessenschau · Gesellschaft · 17:02 Uhr

Hausverwalter veruntreute 730.000 Euro aus Verwalterkonten

Freitag, 31. Juli 2026 · 17:02 Uhr

Ein ehemaliger Hausverwalter aus Neu-Anspach ist zu einer Vierteljahresstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Laut Gericht hatte er über mehrere Jahre hinweg Gelder aus Verwalterkonten auf sein privates Konto überwiesen. Die Summe belief sich auf mindestens 730.000 Euro. Der 46-Jährige gestand vor Gericht, die Vorwürfe zu seiner eigenen Gier zu begehen. Er verwendete erfundene Rechnungsnummern, um die Beträge zu verschleiern. Zudem schob er Geld zwischen Konten, um Löcher zu verdecken. Die ersten Anzeigen wurden im Jahr 2025 gestellt, und im Frühjahr 2026 wurde er festgenommen. Sein Vermögen wurde eingefroren. Die Staatsanwaltschaft setzte sich mit dem Strafmaß durch, während die Verteidigung eine kürzere Strafe anstrebte. Gegen seine Ehefrau wird zudem wegen Verdachts auf Geldwäsche ermittelt.

Der Mann betreute zahlreiche Wohnungseigentümergemeinschaften und private Immobilienbesitzer in Frankfurt und im Hochtaunuskreis. Er überwies in der Zeit ab 2021 fast 400 Mal Gelder auf sein Privatkonto. Um seine Taten zu verschleiern, verwendete er verschiedene Methoden, darunter das Verschieben von Geldern zwischen Konten und das Bearbeiten von Kontoauszügen. Zudem verschob er Prüfungstermine mit seinen Kunden, um Verdacht zu vermeiden. Die ersten Anzeigen wurden im Jahr 2025 gestellt, und im Frühjahr 2026 wurde er verhaftet. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft hatte ein strengeres Strafmaß angestrebt, während die Verteidigung auf eine kürzere Freiheitsstrafe plädierte. Während der Ermittlungen wurden Vermögenswerte des Mannes in Höhe von mehr als 300.000 Euro gesichert. Gegen seine Ehefrau laufen weiterhin Ermittlungen, da sie mutmaßlich Gelder aus dem Betrug erhalten haben könnte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sodass der Angeklagte die Möglichkeit hat, Revision einzulegen.

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft ist eine Gruppe von Eigentümern, die gemeinsam ein Gebäude bewirtschaften. Der Hausverwalter ist für die Abrechnung und Verwaltung zuständig. In diesem Fall hat der Verwalter die Verantwortung missbraucht, um eigene Vorteile zu sichern. Die Veruntreuung hat zahlreiche Betroffene betroffen, deren Gelder verloren gingen. Die Staatsanwaltschaft hat sich bei der Verurteilung durchgesetzt, um den Schaden zu begrenzen und Gerechtigkeit herzustellen.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de · automatisch zusammengefasst

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