Ex-Coach von Eintracht Frankfurt spricht über Abwehrprobleme der vergangenen Saison
Dino Toppmöller, ehemaliger Trainer von Eintracht Frankfurt, hat in einem Interview über die Defensivschwäche des Vereins in der vergangenen Saison gesprochen. Er betonte, dass die Situation nicht vollständig auf ihn zurückzuführen sei. Toppmöller verwies auf zwei Faktoren, die den hohen Gegentorrekord beeinflusst haben. Zum einen seien wichtige Spieler wie der Torwart Kevin Trapp und der Innenverteidiger Tuta abgegangen, ohne dass sie ersetzt wurden. Zum anderen habe er aufgrund der hohen Spielbelastung in der Champions League und der Bundesliga gezwungen gewesen, Spieler zu wechseln, was zu mehr Gegentoren führte.
Der 45-Jährige, der mittlerweile bei RC Lens unter Vertrag steht, erklärte, dass er sich in der Debatte oft nicht ausreichend verstanden fühlte. Er kritisierte nicht direkt die Verantwortlichen, sondern zeigte auf, wie die Spielplanung und die Kaderplanung die Defensivleistung beeinflusst haben. Toppmöller betonte, dass er sich in der Vergangenheit zurückhaltend gezeigt habe, um nicht in Konflikt mit dem Verein zu geraten.
Er verwies auf ein Spiel, in dem die Eintracht in der 60. Minute mit 6:0 führte, aber nach Wechseln vier weitere Tore kassierte. Auch bei einem Sieg gegen Köln habe er sich nicht vollständig verstanden gefühlt. Toppmöller sieht das Interview nicht als Angriff, sondern als eine klare Aussage, um die Situation zu erklären. Er warnt zudem vor der hohen Spielbelastung in der kommenden Saison, da RC Lens neben der Ligue 1 auch in der Champions League spielt.
Der ehemalige Trainer betont, dass die Defensivprobleme nicht allein auf ihn zurückzuführen seien, sondern auch auf externe Faktoren. Er hält es für wichtig, die Spielplanung und die Kaderpolitik kritisch zu prüfen, um in Zukunft bessere Ergebnisse zu erzielen.