Frankfurt stellt Kühlbusse für Obdachlose in der Innenstadt auf
Wegen der starken Hitze hat Frankfurt zwei Kühlbusse in der Innenstadt aufgestellt, um Obdachlose vor der Hitze zu schützen. Die Busse stehen auf dem Willy-Brandt-Platz und sind mit Klimaanlagen ausgestattet. Die Johanniter haben die Geräte organisiert und stellen zudem kostenloses Wasser bereit. Die Busse sind täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Danach können obdachlose Menschen in einem Schlafplatz im Diakoniezentrum Weser 5 unterkommen. Die Stadt reagiert damit auf die aktuelle Hitzewelle, die besonders gefährliche Gruppen beeinträchtigt.
Die ausrangierten Busse wurden mit TÜV-Zertifikaten versehen und mit Strom aus dem Schauspielhaus versorgt. Mitarbeiter der Johanniter sind vor Ort, um Obdachlose zu betreuen und Informationen zu geben. Die Initiative ist nach Angaben der Stadt schnell und pragmatisch umgesetzt worden. Die Hitzewelle hat die Rettungsdienste und Sozialarbeiter stark belastet. Die Busse sind bis Ende August in Betrieb.
Oliver Pitsch vom Johanniter-Regionalvorstand betont, dass die Klimaanlagen schwer zu beschaffen seien. Dennoch konnten sie in kurzer Zeit organisiert werden. Die Busse wurden mit roten Kennzeichen angemietet und auf den Platz gebracht. Neben der Abkühlung und Getränken bietet das Team auch Kontakte zu anderen Sozialpartnern. Die Johanniter sehen ihre Arbeit als direkte Hilfe vor Ort, verbunden mit medizinischer und sozialer Betreuung.
Die Aktion ist deutschlandweit einzigartig und zeigt, wie Städte auf extreme Wetterbedingungen reagieren können. Die Obdachlosen können sich in den Bussen so lange aufhalten, wie sie möchten. Die Stadt betont, dass sie ein gutes Netz an Hilfen für Menschen auf der Straße hat, besonders im Innenstadtbereich.