Figo fordert Rücktritt von Fifa-Präsident Infantino
Der ehemalige Fußballprofi Luis Figo hat in einem Gastbeitrag die Präsidentschaft von Gianni Infantino bei der FIFA scharf kritisiert und dessen Rücktritt gefordert. Er kritisierte, dass Infantino das Amt in Misskredit gebracht habe und sich selbst sowie Vertrauten Vorteile verschafft habe. Figo betonte, dass er den Fußball sein Leben lang liebe und die aktuelle Situation als besonders betrügerisch und eigennützig empfinde.
Die Organisation European Leagues hat die von der FIFA in Auftrag gegebene Analyse zur Erweiterung der Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften ebenfalls scharf kritisiert. Sie kritisierte, dass die Studie zu schnell durchgeführt und die betroffenen Ligen, Vereine und Spieler nicht einbezogen wurden. Die Organisation fordert eine Reform der FIFA-Führung, um sicherzustellen, dass alle relevanten Interessengruppen bei Entscheidungen beteiligt sind.
Infantino musste zuletzt Pläne zur Veräußerung von WM-Rechten an private Investoren zurückziehen. Er steht mittlerweile unter Druck, sein Amt zu verlieren. Die FIFA will nun ein unabhängiges Unternehmen beauftragen, die Auswirkungen einer Erweiterung der Weltmeisterschaft zu untersuchen. Das Ergebnis soll bis September vorliegen.
Figo, der selbst als Berater für die Uefa tätig ist, hatte sich 2015 als Gegenkandidat zu Joseph Blatter beworben, zog seine Kandidatur aber zurück. Nach Blatters Rücktritt unterstützte er Infantino. Die Kritik an der FIFA zeigt, dass die Organisation weiterhin um ihre Glaubwürdigkeit kämpft.