FIFA-Präsident hält Krisengipfel in Rabat
Gianni Infantino hat am Mittwoch in Rabat ein Krisenmeeting mit führenden Mitarbeitern der FIFA abgehalten. Der Präsident, der in den letzten Monaten unter Druck stand, verbringt zunehmend Zeit in der marokkanischen Hauptstadt. Zu dem Treffen flogen mehrere Top-Manager aus Zürich in die Dependance nahe Rabat. Vor dem Treffen hatten einige wichtige Funktionäre, darunter der Generalsekretär Mattias Grafström, ihre Nähe zum Präsidenten reduziert. Die FIFA präsentierte das Treffen als einen Schritt zur Neuausrichtung.
Die Entscheidung, das Meeting in Rabat abzuhalten, deutet auf eine Verlagerung der Aktivitäten des Weltverbands hin. Infantino hat in den letzten Wochen vermehrt in der marokkanischen Hauptstadt residieren lassen. Das Treffen war nach Angaben der FIFA ein wichtiges Gespräch, um die aktuelle Situation zu besprechen und strategische Wege zu finden. Die Teilnehmer kamen aus der Zürcher Zentrale und trafen sich in der regionalen Niederlassung.
Die FIFA betonte, dass das Treffen keine Reaktion auf interne Kritik war, sondern vielmehr ein Schritt zur Stärkung der Arbeit des Verbands. Die Kommunikation des Verbands war in den letzten Wochen von Unsicherheit geprägt, weshalb das Meeting als Befreiungsschlag gewertet wurde. Es war das erste Mal, dass so viele führende Mitarbeiter aus Zürich nach Rabat reisten, um mit dem Präsidenten zu sprechen.
Die Verlagerung des Fokus auf Rabat könnte langfristige Auswirkungen auf die Struktur der FIFA haben. Die marokkanische Hauptstadt wird zunehmend zu einem Zentrum für Entscheidungen des Verbands. Die Teilnehmer des Gipfels sollen nach Angaben der FIFA in Zukunft häufiger in Rabat zusammenarbeiten, um die Arbeit des Weltverbands effizienter zu gestalten.