Nackte Radler aus dem Taunus wollen in Berlin für Naturismus werben
Eine Gruppe aus dem Taunus will am Sonntag in Berlin für den Naturismus werben, indem sie 33 Kilometer ohne Kleidung radelt. Die Taunus Nackt-Mountainbike-Gruppe hat sich auf diese Aktion spezialisiert und will mit der Teilnahme an der World Naked Bike Ride in der Hauptstadt Aufmerksamkeit für ihre Ideale schaffen. Der Organisator, Ralf Sprenger aus Neu-Anspach, betont, dass die Gruppe vor allem die Werte des Naturismus vermitteln möchte. Die Polizei in Berlin hat die Veranstaltung genehmigt und unterstützt sie.
Die Gruppe ist bereits seit einigen Jahren aktiv und hat sich auf Radtouren spezialisiert, bei denen sie nackt unterwegs ist. Sprenger erklärt, dass die Aktion auch als Zeichen für Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz dienen soll. Er betont, dass es nicht um Politik oder Provokation gehe, sondern um die Verbreitung der Naturismus-Ideale. Die Gruppe hat bereits Erfahrungen in anderen Städten wie Brüssel und Amsterdam gesammelt, wo ähnliche Aktionen stattfinden.
Die Teilnehmer planen, quer durch Berlin zu fahren und dabei auch am Reichstag vorbeizukommen. Sollte dies nicht möglich sein, gibt es eine alternative Route. Die Gruppe betont, dass sie sich an die lokalen Vorschriften hält und mit den Behörden gut zusammenarbeitet. Sprenger selbst ist 58 Jahre alt und arbeitet in Frankfurt. Er kam vor acht Jahren durch eine Psychotherapie mit dem Naturismus in Berührung und gründete die Gruppe vor fünf Jahren.
Der Naturismus wird als Lebensweise verstanden, bei der das Nacktsein als Ausdruck von Körperakzeptanz und Freiheit gesehen wird. Es geht darum, mit sich selbst, anderen Menschen und der Natur im Einklang zu leben. Nacktheit soll dabei keinen sexuellen Charakter haben, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags betrachtet werden.