Zwei mutmaßliche Schockanrufer aus Offenbach festgenommen
Zwei Verdächtige aus Offenbach sind in Rumänien festgenommen und nach Deutschland gebracht worden. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und des Polizeipräsidiums Frankfurt deuten auf eine internationale Betrügergruppe hin. Der 39-jährige Mann und die 39-jährige Frau sollen als Teil einer solchen Gruppe agiert haben, die sich auf Schockanrufe spezialisiert hat. Sie sollen im Februar aus Spanien aus potenzielle Opfer in mehreren Bundesländern angerufen haben und sich als Polizisten ausgegeben haben. Dabei erzählten sie den Anrufern, dass ein Familienmitglied einen Verkehrsunfall verursacht habe und eine Kaution gezahlt werden müsse, um eine Untersuchungshaft zu vermeiden.
Die beiden sollen in mehreren Fällen mit anderen Betrügern zusammengearbeitet haben, die sich als Angehörige der Opfer ausgaben. Die Ermittler bezeichnen die Rolle des 39-Jährigen als „Keiler“, da er den ersten Kontakt zu den potenziellen Opfern herstellte. In 14 Fällen wird ihm Betrugsversuch vorgeworfen. Laut Polizei haben die Opfer in keinem Fall Geld gezahlt. Ein weiterer Verdächtiger aus Hanau sitzt bereits seit Mai in Untersuchungshaft und soll in vier Fällen mit dem 39-Jährigen zusammengearbeitet haben.
Die Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei warnen vor Schockanrufen und rufen dazu auf, bei Verdacht sofort aufzulegen und Angehörige direkt zu kontaktieren. Es sei wichtig, keine Gelder oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben. Zudem sollten keine Kontodaten oder Passwörter preisgegeben werden. Wer bereits Geld übergeben hat, wird gebeten, sich umgehend an die Polizei zu wenden.
Die Festnahme der beiden Verdächtigen erfolgte in Bukarest. Sie wurden am Donnerstag nach Deutschland gebracht. In Hanau wird nun über ihre Untersuchungshaft entschieden. Die Ermittlungen gegen die Gruppe laufen weiter.