Bundeswehr plant Ausbildung in ehemaliger US-Kaserne in Friedberg
Der Wetterau-Kreis hat für rund 13 Millionen Euro die ehemalige US-Kaserne Ray Baracks in Friedberg saniert. Ursprünglich sollte dort ein Quartier mit Wohnen und Gewerbe entstehen. Doch nun wird der Standort für die Ausbildung von Soldaten genutzt. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte, dass Friedberg zu den fünf Standorten gehört, an denen vorbereitende Schritte in die Wege geleitet werden. Der Kreis hofft, dass der Bund das investierte Geld zurückerstattet. Die Stadt will weiterhin eigene Pläne für das Gelände verfolgen, hat aber mit der Bundeswehr Gespräche in der Anlaufphase.
Die Ray Barracks, die 1958 von Elvis Presley genutzt wurden, wurden 2007 von der US-Army verlassen. Die Stadt hatte den Standort zunächst für eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung umgestalten wollen. Ein Teil der Gebäude wurde bereits für Geflüchtete genutzt. Jetzt sollen Teile des Geländes für die Ausbildung von Soldaten vorbereitet werden. Es gibt jedoch noch viele offene Fragen, beispielsweise zu Infrastruktur, Wohnraum und Integration der Bundeswehr in das Stadtleben.
Das Bundesverteidigungsministerium will in Kürze Landbeschaffungsverfahren einleiten, um die geplanten Ausbildungskapazitäten zu schaffen. Die Liegenschaften sollen dadurch wieder in militärische Nutzung und in den Besitz des Bundeswehrministeriums übergehen. Der Kreis betont, dass man mit der Bundeswehr zusammenarbeiten wolle, aber auch die eigenen Vorhaben nicht vollständig aufgebe.
Die Nutzung des Geländes ist noch nicht endgültig festgelegt. Es wird erwartet, dass die Absichtserklärung die nächsten Schritte bestimmen wird. Die Stadt hält sich mit der Umsetzung ihrer ursprünglichen Pläne zurück, um die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zu ermöglichen.