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hessenschau · Gesellschaft · 11:22 Uhr

Ehemaliger Tischtennistrainer gesteht sexuellen Missbrauch von Jugendlichen

Mittwoch, 12. August 2026 · 11:22 Uhr

Ein 36 Jahre alter ehemaliger Tischtennistrainer aus Lampertheim steht vor Gericht, weil er nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 2018 und 2024 insgesamt elf Mal sexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen begangen haben soll. Die Opfer waren zwischen zehn und achtzehn Jahre alt und trainierten damals vorwiegend in Heppenheim. Der Angeklagte gestand die Taten am ersten Prozesstag. Er soll sowohl eigene Handlungen vorgenommen als auch andere zu sexuellen Handlungen angestiftet haben. Zudem wurde er beschuldigt, heimlich Fotos und Videos von den Jugendlichen aufzunehmen und eine Datei mit sexualisierter Darstellung zu versenden. Mehrere Betroffene zeigten am Mittwoch im Gerichtsprozess aus. Der Mann betonte, tief bereue, was er getan habe, und wolle sich in Therapie begeben. Die Ermittlungen begannen nach einer Anzeige eines Betroffenen. Bei einer Durchsuchung im Oktober 2024 fanden die Ermittler auf mehreren Geräten des Angeklagten verdächtige Aufnahmen.

Der Prozess vor dem Landgericht Darmstadt begann am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem sexuelle Übergriffe und die Verbreitung von kinderpornografischen Bildern vor. Die Opfer wurden in der Trainingsgruppe des Angeklagten betreut. Die genaue Anzahl der Betroffenen ist nicht bekannt, aber es wird von mehreren Kindern und Jugendlichen gesprochen. Der Angeklagte räumte alle Vorwürfe ein und zeigte sich reuevoll. Er gab an, sich in Therapie begeben zu wollen. Die Staatsanwaltschaft berief sich auf die Anzeige eines Betroffenen, die den Ermittlungsbeginn auslöste. Die Durchsuchung im Jahr 2024 führte zu der Entdeckung von verdächtigen Dateien auf verschiedenen Geräten des Mannes.

Die Gerichtsverhandlung ist Teil der rechtlichen Aufarbeitung der Vorfälle. Der Angeklagte war in der Vergangenheit als Trainer tätig und hatte Zugang zu den Jugendlichen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Taten über einen langen Zeitraum begangen hat. Die genaue Anzahl der Taten wird in der Anklage auf elf festgelegt. Die Betroffenen wurden im Prozess als Zeugen befragt. Der Angeklagte betonte, dass er sich für seine Handlungen entschuldige und sich in Therapie begeben wolle. Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Tage dauern.

Der Fall unterstreicht die Bedeutung von Aufsicht und Schutz in Sportvereinen. Der Angeklagte hatte eine vertrauenswürdige Position und nutzte sie aus. Die Ermittlungen zeigten, dass er nicht nur sexuelle Handlungen vorgenommen, sondern auch andere zu solchen Handlungen angestiftet haben könnte. Die Staatsanwaltschaft verfolgt die Angelegenheit nachdrücklich. Die Verhandlung vor dem Landgericht Darmstadt ist ein Schritt in Richtung Rechtsprechung und Aufklärung.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de · automatisch zusammengefasst

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