Wolfsburgs Trainer weist auf „Dreckswege“ hin nach Sieg gegen Hannover
Beim 1:0-Sieg des VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 zeigte sich die Mannschaft in der zweiten Liga unter anderem durch eine ungewöhnliche taktische Ausrichtung. Der neue Trainer Tobias Strobl setzte auf eine Dreierabwehrkette, die sich im Vergleich zu früheren Spielzügen deutlich von der traditionellen Viererkette unterschied. Während des Spiels war auch Mattias Svanberg, ein ehemaliger Spieler des Vereins, aktiv an der Seitenlinie und half mit, die Mannschaft zu leiten.
Strobl betonte, dass es ihm nicht um reine Automatismen gehe, sondern vielmehr um eine tiefere Idee, die in den Kader integriert werden solle. Die Spieler müssten diese Strategie verstehen und in verschiedenen Positionen anwenden können. In der ersten Halbzeit zeigte sich jedoch, dass die Mannschaft noch in der Kennenlernphase sei, da der Ballbesitz nur bei 40 Prozent lag. Zwar gab es Lücken in der Abwehr, diese führten jedoch nicht zu Toren.
Bei Hannover 96 kritisierte Trainer Christian Titz die mangelnde Chancenverwertung und deutete an, dass der Verein einen echten Torjäger benötige. Sein Sportchef Jonas Boldt reagierte während der Pressekonferenz mit deutlicher Unzufriedenheit. Bei Wolfsburg hingegen wirkte die Stimmung deutlich positiver. Der Trainer betonte, dass das Team nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Wehrhaftigkeit und den Willen, „Dreckswege“ zu gehen, setze. Der Siegtorschütze Fabian Reese betonte, dass das Team der wahre Star sei.
Nach dem Sieg feierten die Wolfsburger in der Kabine, wobei der Partysound aus der Halle zu hören war. Der VfL zeigt sich in der zweiten Liga bereit, sich neu zu definieren und sich nicht nur auf individuelle Qualitäten zu verlassen.
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