Mann wird für Mord in Lampertheim zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein 44 Jahre alter Mann aus Calw ist in Darmstadt zu lebenslanger Haft verurteilt worden, nachdem er einen 36 Jahre alten Bekannten in dessen Haus getötet hatte. Die Tat fand am 22. Oktober statt, und die Leiche wurde erst fünf Tage später im Keller entdeckt. Der Angeklagte hatte während des Prozesses die Tat eingeräumt, aber nicht erklärt, warum er den Mann tötete. Die Beweise, darunter DNA-Spuren und Mobilfunkdaten, zeigten, dass er sich mit dem Opfer getroffen hatte. Der Richter betonte, dass der Angeklagte die Tat vorbereitet hatte, da er für den Tag der Tat Urlaub beantragt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte auf lebenslange Haft plädiert, während die Verteidigung auf Totschlag hoffte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Täter war am Tag der Tat mit dem Opfer im Haus des 36-Jährigen. Dort griff er mit einem Messer zu und tötete den Mann im Keller. Die Leiche wurde von dem Vater des Getöteten gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Angeklagte sich mit dem Opfer über mehrere Tage abgesprochen hatte. Ein Chat und Telefongespräche zeigten, dass sich die beiden Männer zuerst für den 23. und später für den 22. Oktober verabredet hatten. Der Angeklagte war ein Berufskraftfahrer und hatte für den Tag der Tat Urlaub beantragt, den er auch erhielt. Doch er gab vor, zur Arbeit zu fahren, während er tatsächlich zum Opfer ging.
Die DNA-Spuren auf dem Kopf des Getöteten und die Mobilfunkdaten des Angeklagten spielten eine entscheidende Rolle bei der Verurteilung. Der Richter betonte, dass es keine klare Motivlage gab, aber die Vorbereitung der Tat deutlich sei. Der Angeklagte schwieg während der Verhandlung, doch seine Verteidiger räumten die Tat ein und plädierten auf Totschlag. Die Staatsanwaltschaft hingegen hatte sich für eine lebenslange Freiheitsstrafe ausgesprochen. Das Gericht folgte dieser Empfehlung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da es noch Berufungsmöglichkeiten gibt. Der Angeklagte hatte in seinem letzten Wort um Entschuldigung gebeten, sowohl für seine Familie als auch für die Familie des Getöteten. Die Verhandlung zeigte, wie wichtig moderne forensische Methoden bei der Aufklärung solcher Fälle sind. Die Beweise, die im Prozess vorgelegt wurden, machten es möglich, den Täter zu identifizieren und zu verurteilen.
KI-gestützte Zusammenfassung amtlicher Meldungen · Original: hessenschau ↗