Anton Segner vor dem Durchbruch: Deutscher Rugby-Talent winkt All Blacks-Debüt
Der Frankfurter Rugby-Spieler Anton Segner steht möglicherweise unmittelbar vor einem historischen Moment in seiner Sportkarriere. Am kommenden Montag wird der neue Kader der berühmten neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft, bekannt als die All Blacks, vorgestellt. Segner könnte dann erstmals für das Team nominiert werden – ein Meilenstein, der ihm eine einzigartige Position als erster deutscher Profi im neuseeländischen Rugby sichern würde.
Segners Weg begann in seinem Heimatstadtteil Sachsenhausen, wo er bereits als Kind voller Leidenschaft den traditionellen Maori-Kriegstanz Haka übte. Diese Ritual ist fest verankert im Spielalltag aller neuseeländischen Rugbymannschaften und begleitet auch ihn seit seinen ersten Spielen. Mit 15 Jahren zog es ihn aufgrund eines Stipendiums nach Neuseeland, nachdem er zuvor beim Fußball wegen seiner X-Beine aussortiert worden war. Dort setzte er seine Karriere kontinuierlich fort und unterschrieb bereits mit 16 seinen ersten Profivertrag.
Seit 2022 spielt Segner bei den Blues aus Auckland und hat sich dort schnell zum Leistungsträger entwickelt. Nach der vergangenen Super-Rugby-Saison wurde er nicht nur ins Team des Jahres gewählt, sondern auch von seinen Mitspielern zum Spieler des Jahres gekürt. Die Voraussetzungen für eine Nominierung bei den All Blacks sind erfüllt: Eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren in Neuseeland macht ihn spielberechtigt für das Nationalteam. Experten wie der bekannte Rugby-Kommentator Tony Johnson sehen seine Aufnahme in den Kader als sehr wahrscheinlich an.
Für Segner bedeutet diese mögliche Ernennung nicht nur die Erfüllung eines lang gehegten Traums, sondern auch einen kulturellen Einstieg in einen Mythos, dessen Bedeutung weit über den Sport hinausgeht. Schon früh hat er sich durch harte Arbeit und Ausdauer Respekt in einer Nation verdient, die Rugby so intensiv lebt wie kaum ein anderes Land auf der Welt.