Bahn-Sanierung zwischen Wiesbaden und Troisdorf: Zugverkehr komplett gesperrt
Ab dem 10. Juli startet die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf. Für fünf Monate ist auf der rechten Rheinseite kein Zugverkehr möglich. Die Arbeiten umfassen den Austausch von Weichen, Oberleitungen und Signale, sowie die Modernisierung von Bahnhöfen und Bahnübergängen. Die Deutsche Bahn plant, den Betrieb nach Abschluss der Sanierung zu verbessern. Auf der linken Rheinseite gibt es ebenfalls Einschränkungen, da Güter- und Fernverkehr umgeleitet werden. Pendler und Anwohner rechnen mit Herausforderungen und erhöhtem Verkehr auf den Straßen.
Die Sanierung betrifft eine Strecke von 160 Kilometern. 159 Weichen und 99 Kilometer Oberleitung werden erneuert. 36 Stationen erhalten barrierefreie Zugänge, neue Beleuchtung und Unterführungen. Zudem wird das Zugsicherungssystem ETCS eingebaut. Auf der rechten Rheinseite ist ab dem 10. Juli bis zum 12. Dezember kein Zugverkehr möglich. Ersatzverkehr erfolgt per Bus, der im Halbstundentakt fährt. In Stoßzeiten wird der Takt sogar verdichtet. Auf der linken Rheinseite sind ebenfalls Einschränkungen zu erwarten, da ein Teil des Güterverkehrs umgeleitet wird.
Die Menschen im Rheintal reagieren mit Skepsis. Auf Informationsveranstaltungen zeigten sich Betroffene besorgt über das Ersatzbuskonzept und den erhöhten Straßenverkehr. In Eltville hat die Stadt bereits Straßenbaustellen abgesagt, um den Verkehr zu entlasten. Einige Anwohner hoffen, dass die Sanierung langfristig zu einer besseren Verkehrssituation führt. Einige kritisieren jedoch die Unannehmlichkeiten während der Bauphase.
Die Deutsche Bahn betont, dass die Sanierung notwendig ist, um das Schienennetz zu modernisieren. Die Arbeiten sind Teil eines langfristigen Plans, um die Infrastruktur in Deutschland zu verbessern. Die Kommunen und Betroffenen hoffen, dass die Investitionen langfristig positive Auswirkungen haben.