Pflegerin wegen versuchten Mordes angeklagt
Eine 53 Jahre alte Pflegerin aus dem Main-Taunus-Kreis ist wegen des Verdachts des versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte mit, dass die Frau zwischen Mitte und Ende Februar 2025 vier Vorfälle verursacht haben soll. Sie war in einem Pflegeheim tätig und soll drei Wachkomapatienten während ihrer Nachtschichten von einem Pulsoximeter entfernt haben. Das Gerät dient zur Überwachung des Sauerstoffgehalts und des Pulses und ist für Wachkomapatienten von zentraler Bedeutung.
Die Ermittlungsbehörde geht davon aus, dass die Angeklagte die Geräte entfernt hat, um während der Schicht nicht durch Alarmsignale gestört zu werden. Ein Patient musste daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden, zwei andere befanden sich in einem kritischen Zustand. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, den Tod der Betroffenen billigend in Kauf genommen zu haben. Das Landgericht Frankfurt entscheidet nun über die Eröffnung eines Hauptverfahrens.
Die 53-Jährige wurde im Main-Taunus-Kreis festgenommen und sitzt seit dem 20. Januar in Untersuchungshaft. Die genaue Station, an der sie beschäftigt war, wurde nicht bekannt gegeben. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Angeklagte bewusst handelte und den lebensbedrohlichen Zustand der Patienten erkannte.
Der Fall sorgt für Aufmerksamkeit in der Pflegebranche. Die Ermittlungen zeigen, wie wichtig die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften in Pflegeeinrichtungen ist. Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Handlungen der Frau schwerwiegende Folgen hatten und die Sicherheit der Bewohner gefährdet haben könnten.