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Frankfurter Feuerwehr-Chef warnt vor Auslastung des Rettungsdienstes

Mittwoch, 01. Juli 2026 · 19:31 Uhr

Die Frankfurter Notfallrettung befindet sich weiterhin im Ausnahmezustand, nachdem die Hitzewelle in der Stadt zu einer starken Überlastung geführt hat. Der Feuerwehr-Chef, Markus Röck, erklärt in einem Interview, dass die Situation nach dem heißen Wochenende nicht nachlässt und die Folgen der Hitze weiterhin spürbar sind. Mehr als 1.000 Einsätze wurden in den letzten Tagen abgearbeitet, wobei viele Menschen in ihrer Wohnung verstorben sind, nachdem sie nicht rechtzeitig Hilfe erhalten haben. Röck betont, dass die Rettungskräfte trotz zusätzlicher Unterstützung an ihre Grenzen kommen und dass die Bevölkerung sich bewusster verhalten müsse, um die Belastung zu reduzieren.

Die Zahl der Einsätze hat sich nach dem Ende der Hitzewelle nicht verringert, da viele Betroffene nach wie vor geschwächt sind. Besonders auffällig ist die steigende Anzahl an Fällen, bei denen die Feuerwehr aufgefordert wird, um vermisste Personen aus Wohnungen zu retten. In einigen Fällen sind die Menschen bereits tot, was auf die Auswirkungen der Hitze zurückgeführt wird. Röck betont, dass die Notfallrettung in Zukunft besser auf solche Situationen vorbereitet sein müsse, da Hitzewellen künftig häufiger auftreten werden.

Zur Bewältigung der Situation hat die Stadt zusätzliche Kräfte mobilisiert, darunter Berufsfeuerwehrleute mit Rettungsdienstausbildung und ehrenamtliche Helfer aus dem Katastrophenschutz. Trotzdem bleibt die Belastung hoch, und die Prognosen für die nächsten Tage sind nicht optimistisch. Röck fordert, dass die Bevölkerung sich stärker um ältere oder allein lebende Menschen kümmere und sich selbst besser schütze, um den Rettungsdienst zu entlasten.

Der Feuerwehr-Chef kritisiert zudem, dass einige Menschen in den heißen Tagen weiterhin im Freien gearbeitet oder Sport getrieben haben, was zu gesundheitlichen Problemen führte. Auch die Durchführung von Großveranstaltungen wie dem Ironman in der Hitze sei eine Herausforderung gewesen. Röck betont, dass eine bessere Planung und Koordination zwischen Veranstaltern und Rettungsdiensten notwendig sei, um zukünftig die Belastung zu reduzieren.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de ↗ · automatisch zusammengefasst