Red Bull verpflichtet Jürgen Klopp als Bundestrainer
Jürgen Klopp wird am Freitag als neuer Bundestrainer vorgestellt. Der Schritt erfolgte nach nur 25 Tagen, seit dem verlorenen Elfmeterschießen der DFB-Elf gegen Paraguay. Der Trainer wechselte von Red Bull, wo er als Head of Global Soccer tätig war, zum DFB. Die Verpflichtung wurde durch eine Einigung ermöglicht, bei der der DFB eine Million Euro an eine Stiftung für Rückenmarksforschung zahlt. Die Aktion wird als „Lovewashing“ bezeichnet, da Red Bull damit versucht, eine positive öffentliche Wahrnehmung zu schaffen.
Die Verbindung zwischen Klopp und dem DFB war bereits vor der WM angedacht. Ein Moderator-Duo hatte damals angedeutet, dass Klopp die DFB-Elf im Herbst führen könnte. Die Verpflichtung erfolgte nach kurzer Zeit, da Red Bull und DFB schnell handelten. Die Einigung mit der Stiftung wurde als „sehr, sehr großzügige Einigung“ bezeichnet, obwohl die Summe für einen solchen Posten als gering angesehen wird.
Der Konzern hat in der Vergangenheit ähnliche Strategien angewandt, wie das sogenannte Cause-Related Marketing. Ein Beispiel war das Projekt der Brauerei Krombacher, bei dem mit jedem verkauften Bier ein Quadratmeter Regenwald geschützt werden sollte. Kritiker kritisierten, dass die Summe zu gering war, um einen echten Effekt zu erzielen. Red Bull nutzt nun eine ähnliche Methode, um sich als gemeinnützig zu präsentieren.
Der Wechsel von Klopp wird als strategischer Schachzug gesehen, um das Image des Getränkeherstellers zu verbessern. Der Konzern hat sich in der Vergangenheit oft kritisch gesehen, und die Verpflichtung des beliebten Trainers soll dazu beitragen, eine positive Beziehung zur Öffentlichkeit zu stärken.
KI-gestützte Zusammenfassung amtlicher Meldungen · Original: SZ Sport ↗