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hessenschau · Gesellschaft · 19:17 Uhr

Hausverwalter aus Hochtaunus gesteht Veruntreuung von über 730.000 Euro

Montag, 27. Juli 2026 · 19:17 Uhr

Ein 46 Jahre alter Hausverwalter aus dem Hochtaunuskreis hat vor dem Frankfurter Landgericht eingeräumt, mehr als 730.000 Euro von Eigentümern von Wohnungen veruntreut zu haben. Er gestand die Taten am Montag und gab als Motiv Gier an. Der Mann betreute über Jahre mehr als 50 WEGs und einzelne Grundstückseigentümer, vor allem in Frankfurt und im Hochtaunuskreis. Er überwies Gelder von Verwaltungskonten auf sein Privatkonto und verwendete erfundene Rechnungsnummern. Zudem manipulierte er Kontoauszüge und Unterlagen für Eigentümerversammlungen. Die Staatsanwaltschaft geht von etwa 400 Fällen zwischen Februar 2021 und Januar 2026 aus. Der Angeklagte wurde im März 2026 verhaftet und sitzt in Untersuchungshaft. Sein Vermögen im Wert von mindestens 326.000 Euro wurde eingefroren. Das Gericht will am Freitag das Urteil verkünden.

Der Mann gab an, dass er über Jahre immer wieder Gelder von den Konten seiner Kunden auf sein privates Konto überwiesen habe. Er habe dies mit erfundenen Rechnungsnummern verschleiert und auch Löcher in den Konten durch Überweisungen von anderen Kunden geschlossen. Zudem habe er Termine mit Eigentümern verschoben, um Verdacht zu vermeiden. Er selbst nutzte das Geld für den Alltag und kaufte sich sogar einen Oldtimer. Erst im Jahr 2025 merkte er, dass die Situation kritisch wurde, blieb aber weiterhin aktiv und überwies noch etwa 100 Mal Geld auf sein Konto. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gewerbsmäßige Untreue vor.

Die Ermittlungen begannen nach Hinweisen von Kunden, die nach fragwürdigen Buchungen fragten. Die Behörden stellten fest, dass der Mann über Jahre systematisch Betrug betrieben hatte. Sein Unternehmen war in der Region tätig und betreute zahlreiche Immobilien. Die Verwaltungskonten der Kunden wurden von ihm manipuliert, um die Betrugsfälle zu verschleiern. Die Staatsanwaltschaft hat die Fälle dokumentiert und die Anklage erhoben. Der Angeklagte sitzt seit März 2026 in Haft, und sein Vermögen wurde eingefroren. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, könnte das Geld an die Geschädigten zurückgezahlt werden.

Das Frankfurter Landgericht hat den Fall als Gewerbeuntreue eingestuft und verfolgt ihn mit besonderer Aufmerksamkeit. Die Große Wirtschaftsstrafkammer wird am Freitag das Urteil bekanntgeben. Der Fall zeigt, wie schwer es ist, solche Betrugsdelikte zu erkennen, besonders wenn sie über Jahre hinweg systematisch stattfinden. Die Geschädigten, die von der Veruntreuung betroffen sind, hoffen auf eine schnelle Klärung und Rückzahlung des Geldes.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de · automatisch zusammengefasst

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