Frankfurt und Offenbach gedenken der Opfer des Berliner CSD-Anschlags
Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin haben sich am Montagabend in Frankfurt und Offenbach zahlreiche Menschen zur Mahnwache versammelt. Auf dem Paulsplatz kamen rund 250 Menschen zusammen, während vor dem Rathaus in Offenbach eine Kundgebung stattfand. Die Organisatoren der Veranstaltungen betonten die Bedeutung von Solidarität und dem Kampf gegen Hass und Extremismus. In Frankfurt wurde die Veranstaltung von der Polizei überwacht. Auch in anderen hessischen Städten wie Darmstadt und Friedberg planen die CSD-Organisatoren weiterhin ihre Demonstrationen. Der Anschlag in Berlin hatte am Samstagabend zu einer Großveranstaltung geführt, bei der ein Auto in eine Menschenmenge gerast war. Eine Person starb, 29 wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde am Sonntagabend getötet.
Die Mahnwache in Frankfurt wurde von der Grünen-Gruppe und dem CSD Frankfurt e.V. initiiert. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass die Tat viele queere Menschen und ihre Unterstützer erschüttert habe. Sie wiesen darauf hin, dass es wichtig sei, in dieser Situation füreinander einzustehen. Zudem kritisierten sie antimuslimischen Rassismus und Hetze, die im Zusammenhang mit dem Anschlag aufgetreten sei. Teilnehmer zeigten Trauer und Solidarität, einige betonten, dass der CSD nicht nur eine Feier, sondern auch eine politische Demonstration sei.
In Offenbach soll der erste CSD am 19. September stattfinden. Der Vorsitzende des CSD Offenbach betonte, dass die Veranstaltung notwendig sei, um für Sicherheit und Gleichberechtigung einzustehen. Auch in anderen hessischen Städten wie Darmstadt, Friedberg, Bad Hersfeld und Schlüchtern planen die Organisatoren ihre CSD-Veranstaltungen. In Darmstadt fand eine spontane Mahnwache statt, an der etwa 350 Menschen teilnahmen. Das Sicherheitskonzept werde überprüft, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.
Die Veranstaltungen in Hessen zeigen, dass die queere Gemeinschaft sich nicht einschüchtern lässt. Obwohl es nach dem Anschlag Verunsicherung gebe, sei die Motivation, für Rechte und Gleichberechtigung einzustehen, stärker geworden. In Friedberg gab es bereits im Vorjahr Bedrohungen durch rechtsextreme Gruppen, dennoch will man weiterhin laut sein. Die Organisatoren betonen, dass die politischen Forderungen des CSD unverändert bleiben.