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hessenschau · Kultur · 19:52 Uhr

Sechsjähriger findet römische Münze auf Kita-Gelände in Echzell

Dienstag, 28. Juli 2026 · 19:52 Uhr

Ein sechsjähriger Junge aus Echzell hat auf dem Gelände seiner Kita eine römische Münze entdeckt, die etwa 1.700 Jahre alt ist. Der Fund wurde von der Kreisarchäologie des Wetteraukreises untersucht. Die Münze, ein Follis aus der späten Kaiserzeit, stammt aus der Zeit nach 337 nach Christus und wurde unter Kaiser Constans geprägt. Obwohl die römische Herrschaft in der Region bereits beendet war, zeigen andere Funde, dass Kontakte zwischen Germanen und dem Römischen Reich bestanden. Der Fundort der Münze war bislang nicht als spätantike Stätte bekannt. Archäologen durchsuchten die Stelle erneut, fanden aber keine weiteren Münzen. Die römische Münze wird nun archiviert. Einige Wochen zuvor hatte eine zwölfjährige Schülerin in der Nähe einen Kelten-Armreif entdeckt, der heute im Museum ausgestellt wird.

Die Münze, die der Junge beim Spielen fand, ist kaum noch zu erkennen, da sich eine grünliche Patina auf dem Metall gebildet hat. Dennoch war dem Kind sofort klar, dass es sich um etwas Besonderes handelte. Die Kreisarchäologie bestätigte, dass es sich um einen Follis handelt, der aus der Zeit nach 337 nach Christus stammt. Die Fundstelle der Kita war bislang nicht als spätantike Stätte bekannt. Die Archäologen untersuchten den Bereich erneut, fanden aber keine weiteren römischen Münzen. Stattdessen fanden sie nur Münzen aus der D-Mark-Zeit. Der Fund bleibt somit ein Einzelfall.

Der Bezirksarchäologe Hardy Prison betonte, dass Ole zu den jüngsten Findern in den Akten des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen zählt. Der Kreisarchäologe Jörg Lindenthal hofft, dass es noch weitere Funde an diesem Ort gibt. Die Münze wird in der Fundstellenkartei des Landesamtes archiviert. Obwohl sie keinen hohen materiellen Wert hat, ist sie für die Archäologie von großem Interesse. Der Fund unterstreicht, wie wichtig solche Zufallsentdeckungen für die Erforschung der Region sind.

Nur wenige Wochen vor dem Fund des sechsjährigen Jungen hatte eine zwölfjährige Schülerin in Büdingen einen Bronzearmring aus der frühen Eisenzeit gefunden. Der Armreif, der etwa 2.700 Jahre alt ist, wird heute im Museum Keltenwelt am Glauberg ausgestellt. Solche Funde zeigen, wie reich die Region an historischen Schätzen ist und wie wichtig es ist, solche Entdeckungen zu dokumentieren und zu bewahren.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de · automatisch zusammengefasst

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