Fifa-Präsident reagiert auf Investorenpläne mit scharfer Kritik
Die Reaktionen auf die geplanten Investorenbeteiligungen bei der FIFA sind vielfältig und stark kritisch. DFB-Präsident Bernd Neuendorf zeigte sich überrascht und verärgert, dass die Pläne erst durch Medien bekannt wurden. Er warnte davor, den Fußball als Spielball für Investoren zu nutzen. DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke betonte, dass die europäischen Verbände sich gemeinsam gegen die Pläne stellen würden. Der Afrikaverband Caf betonte die Bedeutung des Dialogs für die Entwicklung des Fußballs. Die UEFA kritisierte die Pläne als Grenzüberschreitung. EU-Sportkommissar Glenn Micallef warnte vor der Kommerzialisierung des Sports. Großbritanniens Premierminister Andy Burnham betonte, dass die Weltmeisterschaft kein Produkt sei. Eine Menschenrechtsorganisation kritisierte den Ausverkauf des Fußballs. Der spanische Fußballverband sah in den Plänen einen Wahlkampf. Die Spielergewerkschaft Fifpro kritisierte die mangelnde Einbindung der Betroffenen. Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness zeigte sich besorgt über die Entwicklung innerhalb der FIFA.
Die Kritik an den Investorenplänen konzentrierte sich auf die mangelnde Transparenz und die fehlende Einbindung der betroffenen Verbände. Neuendorf betonte, dass der Fußball von der Akzeptanz der Gesellschaft lebe und nicht in den Händen von Investoren stehen dürfe. Watzke verwies auf die starke Präsenz europäischer Teams bei der letzten WM und betonte, dass eine gemeinsame Haltung der europäischen Verbände Gewicht habe. Der Afrikaverband betonte, dass der Dialog mit anderen Verbänden und Institutionen fortgesetzt werde, um die Entwicklung des Fußballs zu fördern.
Die UEFA kritisierte die Pläne als Grenzüberschreitung, die niemals überschritten werden dürfe. Micallef warnte vor der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs, die den Sport zerstören könne. Burnham betonte, dass die Weltmeisterschaft kein Eigentum sei. Die Menschenrechtsorganisation FairSquare sprach von einem skandalösen Ausverkauf des gemeinsamen Erbes. Tebas kritisierte, dass die Pläne wie ein Wahlkampf aussähen, der mit der Zukunft des Fußballs finanziert werde.
Die Spielergewerkschaft Fifpro kritisierte, dass das Projekt weitgehend hinter verschlossenen Türen vorangetrieben wurde, ohne dass die Betroffenen ausreichend einbezogen wurden. Klaveness betonte, dass die Bedenken über die Führung der FIFA bereits länger bestünden und dass die aktuellen Entwicklungen nicht isoliert betrachtet werden könnten.