Wiesbaden News
SZ Sport · Sport · 20:12 Uhr

Infantino soll Marokko WM-Finale versprochen haben

Mittwoch, 05. August 2026 · 20:12 Uhr

Gianni Infantino, Präsident der FIFA, soll laut Berichten aus einer anonymen Quelle Marokko das Finale der Weltmeisterschaft 2030 zugesagt haben. Der Verband bestreitet die Aussage jedoch und betont, dass keine Entscheidung getroffen wurde. Infantino befindet sich derzeit unter Druck, nachdem sein Plan, Anteile an Turnieren an private Investoren zu verkaufen, gescheitert ist. In den letzten Tagen haben mehrere eng verbundene Mitarbeiter sich öffentlich von ihm distanziert.

Die geplante WM 2030 soll auf drei Kontinenten stattfinden, wobei die meisten Spiele in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden. Das Hassan-II.-Stadion in Casablanca, das derzeit gebaut wird, könnte nach Fertigstellung das größte Fußballstadion der Welt sein. Der Endspielort ist bislang noch nicht festgelegt. Infantino strebt zudem eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 64 Mannschaften an, was eine deutliche Veränderung gegenüber der letzten WM darstellen würde.

Die FIFA hat den Bericht als falsch und irreführend bezeichnet und betont, dass keine Versprechen gegeben wurden. Die Entscheidung über das Finale und die Ausrichtung der WM 2030 wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen. Infantino versucht aktuell, Unterstützung von verschiedenen Ländern zu gewinnen, um seine Position zu stärken und internationale Rückhalt zu erlangen.

Die Situation um die FIFA bleibt angespannt, da der Präsident nach dem Scheitern seines Verkaufsplans und der Distanzierung mehrerer Mitarbeiter unter Druck steht. Die Zukunft der Weltmeisterschaft 2030 und die Rolle des Verbands sind weiterhin unklar.

Quelle: SZ Sport – sueddeutsche.de · automatisch zusammengefasst

Mehr aus Sport & WM

Alle Meldungen