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hessenschau · Gesellschaft · 19:22 Uhr

Darmstadt setzt auf Jagd gegen Nilgänse im Steinbrücker Teich

Freitag, 07. August 2026 · 19:22 Uhr

In Darmstadt wird künftig im Steinbrücker Teich auf Nilgänse geschossen. Die Stadt hat die Tiere zum Abschuss freigegeben, da sie auf Spielplätzen und Grünflächen Schäden verursachen. Kot, beschädigte Flächen und aggressives Verhalten der Vögel seien die Hauptprobleme. Die Jagd soll drei bis vier Mal pro Woche stattfinden und unter strengen Auflagen erfolgen. Die Stadt betont, dass nicht alle Tiere getötet werden sollen, sondern nur die Anzahl reduziert werden soll. Der Grünflächendezernent betont, dass es nicht um ein wildtierfreies Darmstadt gehe, sondern um ein verantwortungsvolles Miteinander. In Frankfurt hingegen setzen die Behörden auf Sichtschutz-Maßnahmen, um die Nilgänse zu vergrämen. Der NABU lehnt die Jagd ab und empfiehlt stattdessen Maßnahmen wie Hecken oder Zäune, um den Lebensraum der Vögel unattraktiver zu machen.

Die Nilgänse, die ursprünglich aus Afrika stammen, sind in Hessen zu einer wachsenden Problematik geworden. Nach Angaben des NABU leben in der Region etwa 20.000 dieser Tiere. Obwohl sie keine allgemeine Bedrohung für das Ökosystem darstellen, können sie lokal Konflikte auslösen. In Darmstadt hat die Stadt die Jagd entschieden, um die Belastung durch Kot und Schäden zu verringern. Die Maßnahme soll vor allem den Spielplätzen und Liegewiesen helfen, die von den Tieren stark verschmutzt werden. Die Reinigung der Flächen sei nur kurzfristig wirksam, weshalb die Stadt nun den Schuss als letzte Option in Betracht zieht.

Die Jagdeinsätze werden vom Wildtierbeauftragten koordiniert und sollen außerhalb der Nutzungszeiten stattfinden. Zudem gelten strenge Sicherheits- und Tierschutzauflagen. Betroffene Bereiche werden vorher gesichert, um Unfälle zu vermeiden. Der Grünflächendezernent betont, dass die Jagd nicht auf alle Tiere abzielt, sondern lediglich die Anzahl reduzieren soll. Er betont, dass die Stadt nicht auf ein wildtierfreies Umfeld hinarbeite, sondern auf eine langfristige Lösung, die sowohl Menschen als auch Tiere berücksichtige.

In Frankfurt hingegen setzt man auf andere Methoden. Die Stadt verzichtet auf die Jagd, da dies aufgrund von Gesetzen nicht möglich sei. Stattdessen werden Sichtschutz-Maßnahmen wie Hecken oder Zäune eingesetzt, um die Nilgänse zu vergrämen. Der NABU unterstützt diese Vorgehensweise und kritisiert die Jagd als ineffizient. Laut der Organisation habe die reguläre Jagd kaum Einfluss auf den Bestand der Tiere. Der Naturschutzverband empfiehlt stattdessen Maßnahmen, die den Lebensraum der Vögel unattraktiver machen, ohne sie zu töten.

Quelle: hessenschau – hessenschau.de · automatisch zusammengefasst

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