Frankfurter Ex-Verkehrsdezernent ist verstorben
Der ehemalige Frankfurter Stadtverordnete Klaus Oesterling ist im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Er war über drei Jahrzehnte in der Kommunalpolitik tätig und stand zuletzt als Verkehrsdezernent für den Ausbau des Nahverkehrs ein. Oesterling setzte sich insbesondere für den U-Bahn-Ausbau ein und war für die Mainkai-Sperrung bekannt, die nach einem Jahr wieder aufgehoben wurde. Die Stadt würdigte ihn als sachkundigen Politiker und engagierten Verkehrsfachmann. Oberbürgermeister Mike Josef betonte, dass Oesterling ein wichtiger Ratgeber und Freund gewesen sei.
Oesterling war seit 1989 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und leitete zehn Jahre lang die SPD-Fraktion im Römer. Als Verkehrsdezernent ab 2016 förderte er unter anderem die Verlängerung der U-Bahn-Linien U5 und U2 sowie den Lückenschluss auf der U4. Er unterstützte auch den Bau der Regionaltangente West und die Straßenbahnverlängerung nach Höchst. Die roten Fahrradstreifen blieben als bleibendes Zeichen seiner Arbeit.
Die Stadt betonte, dass Oesterling kein Führerschein besaß, aber dennoch eine Verkehrspolitik vertrat, die das Auto nicht als Feind betrachtete. Er lebte bis zuletzt in der Nordweststadt und war ein leidenschaftlicher Verkehrsfachmann. Sein Tod sei nach langer Krankheit ein Abschied von einer schweren Last, sagte Josef.
Oesterling war ein vielseitiger Politiker, der sich besonders in der Verkehrs- und Haushaltspolitik auszeichnete. Seine Arbeit in der Frankfurter Politik und im Verkehrsbereich hat nachhaltig geprägt. Die Stadt Frankfurt hat ihn in einem Nachruf gewürdigt und betont, dass er ein demokratisches Urgestein war.