DFB erlaubt erstmals seit 25 Jahren wieder Stehplätze bei Länderspielen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Wiedereinführung von Stehplätzen bei Länderspielen angekündigt. Erstmals seit 1998 sollen Fans in den Stadien stehen können. Das gilt zunächst für Spiele der Nationalmannschaft, der Frauen- und der U21-Auswahl. Der Start der Tickets ist für den 18. August geplant. Der DFB betont, dass die Stehplätze ein Zeichen für die Bedeutung der Fankultur seien. Die Preise liegen ab 18 Euro, Mitglieder des Fanclubs zahlen weniger. Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ begrüßt die Entscheidung und hofft, dass sie auch bei anderen Veranstaltungen umgesetzt wird.
Die Uefa hatte das Stehplatzverbot für internationale Spiele bereits vor der Saison 2022/23 aufgehoben. Seitdem dürfen mehrere europäische Länder Stehplätze in Vereinswettbewerben anbieten. Für die Saison 2026/27 wird das Angebot auf alle Uefa-Wettbewerbe ausgeweitet. Jürgen Klopp tritt am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande erstmals als Bundestrainer an. Danach folgen Spiele in Augsburg und München.
Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte, dass die Entscheidung auf direktem Dialog mit den Fans beruhe. Er wies darauf hin, dass Stehplätze nicht nur für die Stimmung in den Stadien wichtig seien, sondern auch eine preiswerte Alternative für Fans darstellen. Die Wiedereinführung sei ein Schritt in Richtung einer positiven Entwicklung der Stimmung bei Länderspielen.
Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ begrüßte die Entscheidung und betonte, dass Stehplätze die Fankultur lebendig halten und Fans mit kleinerem Budget zugänglicher machen. Der Sprecher Thomas Kessen wünscht sich, dass das Modell auch bei anderen DFB-Veranstaltungen wie dem Pokalfinale umgesetzt wird.