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SZ Sport · Sport · 13:54 Uhr

Somalischer Schiedsrichter erhält bei Supercup Bühne durch Uefa

Dienstag, 11. August 2026 · 13:54 Uhr

Am Montagnachmittag erreichte Omar Artan den Flughafen in Salzburg und durfte in die Europäische Union einreisen. Er war für das Supercup-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa nominiert. Zuvor war er in den USA abgewiesen worden, da er mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung stand. Die Fifa hatte sich damals zurückhaltend geäußert, während die Uefa den Schiedsrichter schnell für das Spiel im August einsetzte. Bei der Ankunft in Salzburg gab es eine kleine Empfangsgruppe und eine Kamera der Uefa, die das Ereignis später in sozialen Medien verbreitete. In einem Interview betonte Artan, wie wichtig die Unterstützung aus aller Welt für ihn gewesen sei. Er sprach auch über die Enttäuschung über die verpasste WM und lobte die Uefa als beste Konföderation für Schiedsrichter.

Die Nominierung des 34-Jährigen fiel kurz nach dem Vorfall in Miami und wird als politische Geste gesehen. Die Uefa und der afrikanische Fußballverband Caf hatten im April ein Abkommen zur besseren Zusammenarbeit geschlossen, das nun rasch umgesetzt wurde. Artan war zuvor in Somalia aufgewachsen und hatte sich über die somalische Liga einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Er war der erste Somalier, der ein Finale der afrikanischen Champions League leitete und 2025 als Afrikas Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet worden. Die US-Behörden hatten ihn damals mit terroristischen Gruppen in Verbindung gebracht, was seine Teilnahme an der WM in den USA verhinderte.

Die Uefa nutzte die Gelegenheit, um Artan eine Plattform zu geben, und stellte ihn in einem Video als herausragenden Schiedsrichter dar. In dem Interview sprach er über die Schwierigkeiten, die er durch die Einreiseverweigerung erlebt habe. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Menschen aus aller Welt ihn unterstützten. Der Caf-Präsident Patrice Motsepe lobte die Nominierung als Zeichen dafür, wie Fußball Menschen verbindet. Die Uefa zeigte sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Fifa und deren Präsidenten Gianni Infantino.

Die Entscheidung der Uefa, Artan für das Supercup-Spiel zu nominiere, wird als eine bewusste politische Handlung gesehen. Die Nominierung erfolgte kurz nach dem Vorfall in den USA und zeigt, wie wichtig es für die Uefa ist, Schiedsrichter aus Afrika in der europäischen Fußballszene zu stärken. Artan selbst sprach in dem Interview über die Herausforderung, nach jahrelanger Arbeit plötzlich keine Teilnahme an der WM zu können. Er zeigte sich dankbar für die Unterstützung, die er erhielt, und betonte, dass die Uefa die beste Konföderation für Schiedsrichter sei.

Quelle: SZ Sport – sueddeutsche.de · automatisch zusammengefasst

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