Hitzewelle endet, Jagd auf Wölfe gestoppt und Traum eines Hanau-Überlebenden
Am Wochenende wird es in Hessen kühler und nasser, nachdem die Hitzewelle mit bis zu 38 Grad ihr Ende gefunden hat. Die Jagdbehörde hat die Bejagung von zwei Wölfen vorerst gestoppt, nachdem der BUND eine Beschwerde eingereicht hat. Der Naturschutzverband kritisierte, dass das Gericht den Bestand des Wolfs in Deutschland zu stark berücksichtigt habe, ohne die Situation in Hessen ausreichend zu prüfen. Ein weiteres Thema ist die Geschichte von Piter, einem 24-jährigen MMA-Athleten, der nach dem rassistischen Anschlag von Hanau im Jahr 2020 seinen Traum vom Profi-Kampf verfolgt. Er trainiert mit seinen Brüdern und kämpft zugleich gegen die Erinnerungen an den Vorfall, der sechs seiner Freunde das Leben kostete.
Die Wetterentwicklung zeigt, dass nach den heißen Tagen am Freitag und Samstag mit bis zu 38 Grad nun kühleres Wetter und Regen erwartet wird. Meteorologen prognostizieren für Sonntag Höchsttemperaturen zwischen 21 und 30 Grad und flächendeckenden Niederschlag. In einigen Regionen könnten bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Die Kaltfront bringt damit erstmals seit längerer Zeit wieder nennenswerte Niederschläge. Der BUND hatte zuvor einen Eilantrag gegen den Abschuss der Wölfe gestellt, der abgelehnt wurde. Nach der Beschwerde des Verbands hat die Jagdbehörde die Jagd vorerst ausgesetzt, bis das Gericht entschieden hat.
Piter, der in der Dokuserie „Fight House – Der Weg zum MMA-Profi“ zu sehen ist, erzählt von den Folgen des Anschlags, der ihn überlebte, während sechs seiner Freunde starben. Er leidet unter Schlafstörungen und Panikattacken und kämpft täglich mit den Erinnerungen. Sein Weg in die MMA-Szene ist nicht einfach, doch er will sich nicht unterkriegen lassen. Seine Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie Menschen trotz schwerer Schicksale weitermachen und ihre Träume verfolgen.
Zudem gab es weitere Nachrichten: Das Weiterstädter Open-Air-Filmfestival feiert ein Jubiläum, der Solartechnikhersteller SMA meldet eine positive Halbjahresbilanz, und ein neunjähriger Junge ist im Twistesee ertrunken. Auch die AfD bleibt in der Wählergunst stabil, während der hr-Rundfunkrat morgen über die Wahl des neuen Intendanten entscheidet. Der Podcast „extra 3 – alles gut!“ startet mit neuen Moderatoren und versucht, trotz schwieriger Nachrichten positiv zu bleiben.