Frankfurt baut erstmals Schule über Wohnungen
In Frankfurt-Schönhof entsteht eine einzigartige Kombination aus Grundschule und Wohnungen. Beim Richtfest wurde der Bau des Hybridprojekts gefeiert. Insgesamt werden 134 Wohnungen und eine vierzügige Schule in einem Gebäude untergebracht. Die Schule bietet Platz für rund 500 Kinder und umfasst eine Sporthalle sowie eine Mensa. 123 der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Die Idee entstand aus der Not, da die Stadt dringend eine Schule benötigte, ohne zusätzliche Fläche beanspruchen zu können. Oberbürgermeister Mike Josef betonte, dass das Projekt ein Vorbild für zukünftige Bauprojekte sein könnte.
Der Bau wird von der Nassauischen Heimstätte, der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen mit rund 60 Millionen Euro finanziert. Die Schule wird von der Stadt für mehrere Jahrzehnte angemietet. Die Sporthalle ist außerhalb der Schulzeiten für Vereine zugänglich, die Mensa wird auch für den Stadtteil geöffnet. Das Konzept soll in Frankfurt nicht das einzige seiner Art bleiben, da die Stadt aufgrund ihrer begrenzten Fläche auf intelligente Nutzung konzentriert.
Das Projekt orientiert sich an ähnlichen Baumaßnahmen in Amsterdam und Wien. Es ist das erste seiner Art in Deutschland. Die Idee entstand, als die Stadt feststellte, dass eine Grundschule benötigt wurde, ohne zusätzliche Fläche zu verbrauchen. Statt eine neue Schule an einem anderen Ort zu bauen, wurde entschieden, sie direkt über Wohnungen zu errichten. Dies ermöglicht eine effiziente Nutzung des Raums.
Oberbürgermeister Josef betonte, dass die Stadt aufgrund ihrer Größe und Infrastruktur gezwungen sei, Funktionen zusammenzuführen. Das Hybridprojekt sei ein Beispiel dafür, wie man mit begrenzten Ressourcen kreativ umgehen könne. Weitere Bauprojekte mit ähnlichen Konzepten seien geplant, um den Bedarf an Schulen und Wohnraum zu decken.