Deutsche Leichtathletik kämpft sich aus tiefster Krise zurück
Jörg Bügner, seit drei Jahren Sportchef des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV), erinnert sich an eine schwere Zeit. Vor drei Jahren saß er in einem Hotel in Budapest und reflektierte über das historische Ergebnis der deutschen Leichtathleten bei den Weltmeisterschaften: Erstmals in 40 Jahren gab es keine Medaille. Damals war Bügner erst kurz im Amt und hatte sich zuvor als Erfolgsarchitekt bei den deutschen Triathleten einen Namen gemacht. In diesem Moment erkannte er, dass die Grundlagen seiner neuen Aufgabe nicht so stabil waren, wie er es sich vorgestellt hatte.
Bügner stand vor einer Herausforderung, die nicht nur sportlich, sondern auch strukturell tiefgreifend war. Die Leichtathletik in Deutschland hatte sich in eine schwere Krise manövriert, und es war nicht nur eine Frage von Ergebnissen, sondern auch von der gesamten Organisation und Entwicklung. Die Erfolge der Triathleten hatten ihn in eine neue Rolle gehoben, doch die Herausforderung bei der Leichtathletik war anders und komplexer.
Die Situation war für ihn wie ein Gebäude, das zwar äußerlich stabil aussieht, aber innen bereits Schäden aufweist. Die Medaillenlosigkeit bei den Weltmeisterschaften war ein Zeichen dafür, dass es nicht nur um einzelne Athleten ging, sondern um das gesamte System. Er musste sich fragen, ob die Wege, die er bisher eingeschlagen hatte, auch für die Leichtathletik funktionierten.
Die Arbeit begann langsam, aber zielgerichtet. Es ging nicht nur um die Verbesserung von Ergebnissen, sondern auch um die Stärkung der Grundlagen. Bügner stand vor einer Aufgabe, die nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch und strategisch zu meistern war.
KI-gestützte Zusammenfassung amtlicher Meldungen · Original: SZ Sport ↗