Frankfurter Schülerin dreht Thriller und zeigt ihn im Kino
Eine 18-jährige Frankfurter Schülerin hat im vergangenen Sommer einen Thriller selbst gedreht und wird ihn nun im Kino vorstellen. Der Film trägt den Titel „The Lies We Bury In The Sun“ und erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die in einem Wald feiert und am nächsten Tag einen Toten findet. Die Idee für die Geschichte hatte die junge Regisseurin bereits vor vier Jahren. Sie schrieb das Drehbuch und sammelte Erfahrungen auf Filmsets, bevor sie die Rolle der Regisseurin übernahm. Die Dreharbeiten fanden in den Sommerferien statt, oft von früh morgens bis spät in die Nacht. Der Film ist nun fertiggestellt und wird am Mittwoch im Frankfurter Kino Harmonie gezeigt. Nur eine Aufführung ist geplant, die Karten können per E-Mail reserviert werden. Die Schülerin hofft, den Film bei Filmfestivals einzusenden und plant, ihre Karriere im Film weiter zu verfolgen.
Die Musterschule im Frankfurter Nordend diente als Drehort, da die meisten der Beteiligten dort zur Schule gehen. Die Crew bestand aus Freunden und Kontakten, die die junge Regisseurin beim Lucas Filmfestival kennengelernt hatte. Das Equipment wurde größtenteils geliehen, und die Musik für die Atmosphäre des Films wurde in einer Playlist zusammengestellt. Obwohl sie bereits Erfahrung als Schauspielerin und Unterstützung bei anderen Projekten hatte, war die Rolle der Regisseurin neu für sie. Sie musste sich viel Wissen über Kameraarbeit und Organisation aneignen. Die Dreharbeiten verliefen intensiv, und die Schülerin achtete darauf, ihrer Crew Pausen zu gönnen, sich selbst jedoch nicht.
Nach der Fertigstellung des Films musste die Nachbearbeitung erfolgen, unter anderem das Color Grading, um die Nacht-Szenen realistischer wirken zu lassen. Die finale Fassung ist eine Stunde und fünf Minuten lang und wird erstmals am Mittwoch gezeigt. Die Premiere ist zunächst die einzige Aufführung, und die Karten werden über E-Mail angeboten. Die Schülerin berichtet, dass viele ihrer Mitschüler gespannt auf den Film sind und ihn gerne sehen würden. Sie selbst freut sich, ihre Arbeit nun zu präsentieren und plant, den Film bei Filmfestivals einzusenden.
Die junge Regisseurin sieht sich in Zukunft sowohl hinter als auch vor der Kamera. Sie hofft, bei zukünftigen Projekten mehr Unterstützung zu haben, aber für jetzt genießt sie die Sommerferien ohne Dreharbeiten. Der Film „The Lies We Bury In The Sun“ ist ein Zeichen dafür, dass junge Menschen kreativ und engagiert sind, und zeigt, was möglich ist, wenn man sich mit Leidenschaft und Arbeit an etwas macht.