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SZ Sport · Sport · 17:32 Uhr

Fifa will Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren verkaufen

Dienstag, 28. Juli 2026 · 17:32 Uhr

Der Fußball-Weltverband Fifa plant, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern. Ein entsprechender Bericht der Times wurde von der Fifa bestätigt. Demnach soll ein neues Unternehmen die kommerziellen Rechte an der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM übernehmen. Private Investoren könnten zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile erwerben und dafür mehrere Milliarden Dollar zahlen. Zudem sollen alle 211 Fifa-Mitgliedsverbände jeweils 20 Millionen Dollar erhalten, die sie entweder behalten oder verkaufen können.

Die Europäische Fußball-Union Uefa kritisierte die Pläne scharf. In einer Stellungnahme betonte der Dachverband, dass die Seele des Fußballs nicht zur Handelsware gemacht werden dürfe. Zudem sei die Transparenz über die finanziellen Vorteile fragwürdig. Derzeit laufen Gespräche mit Investoren, darunter auch Personen aus dem Umfeld der US-Regierung unter Donald Trump. Der Technologie-Investor Joshua Kushner soll über seinen Fonds Thrive Eternal in die Pläne eingebunden sein. Die Fifa arbeitet dabei mit der Investmentbank JP Morgan zusammen.

Die Pläne könnten auch Auswirkungen auf die Zukunft von Fifa-Präsident Gianni Infantino haben. Sollte das Modell umgesetzt werden, könnte er nach Ablauf seiner Amtszeit als Chef des Verbands in das neue Unternehmen wechseln. Ähnliche Vorhaben hatte Infantino bereits 2018 verfolgt, damals jedoch keine Unterstützung gefunden. Sollte der Deal realisiert werden, könnte er ein hohes zweistelliges Millionengehalt erhalten.

Die Fifa betont, dass sie weiterhin Mehrheitsgesellschafter bleiben werde. Die Pläne müssen jedoch noch genehmigt werden, bevor sie umgesetzt werden können.

Quelle: SZ Sport – sueddeutsche.de · automatisch zusammengefasst

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