Varfolomeev siegt bei WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt
Darja Varfolomeev hat bei der Weltmeisterschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik in der Frankfurter Festhalle den Titel verteidigt. Die 19-Jährige aus Deutschland sicherte sich mit insgesamt 119,500 Punkten den Sieg. Unter der Kuppel der Halle, die voll besetzt war, musste sie sich in der Finalrunde von Platz zehn bis auf den ersten Platz kämpfen. Ihre Nervenstärke und Präzision zeigten sich besonders bei den Keulen, wo sie eine hohe Wertung erhielt. Die Silbermedaille ging an Stiliana Nikolova aus Bulgarien, die Dritte wurde Sofia Raffaeli aus Italien.
Die Atmosphäre in der Halle war intensiv, mit einem Publikum, das hauptsächlich aus jungen Frauen bestand. Die Stimmung war begeistert und laut, was die Athletinnen beeinflusste. Darja Varfolomeev war in der Qualifikation die beste, musste im Finale jedoch von null beginnen. Mit dem Reifen startete sie mit einer leichten Unsicherheit, lag zunächst auf Platz zehn. Doch mit dem Ball und den Keulen zeigte sie ihre Stärke und sicherte sich den Sieg. Auch die russischen Athletinnen, die nach einer Pause wieder teilnehmen durften, zeigten sich stark und konnten sich in der Wertung platzieren.
Die WM in Frankfurt war die erste in Deutschland seit elf Jahren. Die Halle war bereits Wochen vor dem Event ausverkauft. Das Publikum war sehr engagiert und reagierte auf jede Bewegung der Athletinnen. Darja Varfolomeev fühlte sich in der Halle wie im Theater und betonte, dass sie sich auf das Wesentliche konzentrierte. Sie sprach nach dem Sieg von Glück und Dankbarkeit, aber auch von emotionalen Momenten während des Wettkampfs.
Die Rückkehr der russischen und belarussischen Athletinnen in den internationalen Wettkampf sorgte für Aufmerksamkeit. Sie traten jedoch als neutrale Teilnehmer ohne Flagge an. Die Konkurrenz war stärker als je zuvor, was Varfolomeev bereits vor dem Event erkannte. Mit ihrem Sieg hat sie erneut unter Beweis gestellt, dass sie eine der besten Athletinnen der Welt ist.