Reit-WM in Aachen: Pferde bewältigen Hitze besser als Menschen
Bei der Reit-WM in Aachen stehen nicht nur die Reiter im Fokus, sondern auch die vierbeinigen Sportler. Die Temperaturen von bis zu 35 Grad prägen den Wettkampf, doch die Pferde scheinen der Hitze besser gewachsen zu sein als viele Menschen. Ein Turniertierarzt empfiehlt, die Tiere mit kaltem Wasser zu kühlen, was bei einem deutschen Dressurreiter zu einem Notfall führte. Die Pferde erhalten während der Wettkämpfe besondere Aufmerksamkeit, etwa durch Mittagspausen und Eiswasser.
Die Veterinäre betonen, dass Pferde, als Steppentiere, mit hohen Temperaturen besser umgehen können als Menschen. Dies hat sich bei zahlreichen Wettkämpfen bestätigt. Besonders die Vielseitigkeitspferde, die als Ausdauerathleten gelten, kommen mit der Hitze besser zurecht als die Dressurpferde, die oft schwerer und muskulöser sind. Der Geländetrainer der deutschen Mannschaft ist zuversichtlich, dass auch am Samstag keine Probleme durch die Hitze auftreten werden.
Ein weiteres Highlight der WM ist der Geländekurs, der von einem italienischen Parcourschef entworfen wurde. Er muss einen anspruchsvollen, aber fairen Kurs für alle Teilnehmer schaffen. Die Strecke ist klein und topfeben, was den Reitern Schwierigkeiten bereitet. Jedes Hindernis ist eine Denksportaufgabe, die sowohl Reiter als auch Pferd fordert. Der Kurs ist so gestaltet, dass auch weniger erfahrene Reiter eine Chance haben, aber die Bestzeit entscheidet über den Sieg.
Der deutsche Reiter Raphael Netz erlebte während des Grand Prix Special einen Notfall, nachdem er sich durch eine intensive Interviewrunde erschöpft hatte. Die Pferde erhalten während der Wettkämpfe besondere Pflege, wie beispielsweise schattige Zelte und Eiswasser. Der Kurs in der Soers ist gut gepflegt und bietet eine ideale Trainingsumgebung für die Teilnehmer.