Gymnastik-Weltmeisterin Varfolomeev gewinnt nach schwierigem WM-Wettkampf
Darja Varfolomeev, 19 Jahre alt, hat am Freitag in Frankfurt ihren zwölften WM-Titel in der Rhythmischen Sportgymnastik gewonnen. Nach einem schwierigen Start im Mehrkampf und einer Niederlage im Reifenwettkampf kämpfte sie sich mit hohen Schwierigkeiten und mentaler Stärke zurück. Die Athletin zeigte in der Keulenübung ihre beste Leistung und sicherte sich den Sieg mit einer beeindruckenden Schlusspose. Ihre Trainerin lobte ihre Ausnahmequalitäten und ihre Fähigkeit, Wettkämpfe zu genießen.
Varfolomeev war nach zwei Tagen Qualifikation als Erste in das Mehrkampffinale eingezogen. Dort verlor sie mit dem Reifen und rutschte auf den zehnten Platz zurück. Doch sie setzte auf Risiko und maximale Schwierigkeiten, um sich zu rehabilitieren. Mit dem Ball erreichte sie die dritte Platzierung und mit den Keulen die Spitze. In der Bandübung sicherte sie sich schließlich den Gesamtsieg. Die Zuschauer in der Frankfurter Festhalle erlebten eine spannende Aufholjagd, die von der Athletin mit großer Konzentration und Emotionen gestaltet wurde.
Die Teamchefin der deutschen RSG-Auswahl, Isabell Sawade, betonte, dass Varfolomeev eine besondere Fähigkeit besitze: Sie wachse im Wettkampf. Die Trainerin erzählte, dass die Athletin oft nach Übungsstunden noch weiter trainiere, weil sie den Wettkampf genieße. Auch in der WM zeigte Varfolomeev ihre mentale Stärke, obwohl sie am Freitag selbst ein Nervenflattern spürte. Sie betonte, dass dieser Titel besonders schwer gewesen sei, da die Erwartungen der Zuschauer groß gewesen seien.
Nach dem Sieg zeigte Varfolomeev in der Schlusspose die Kralle, ein Element ihres Programms. Sie gewann vor der Bulgarin Stiliana Nikolova und der Italienerin Sofia Raffaeli. Die Olympiasiegerin, die bereits mehrere Titel in ihrer Karriere gesammelt hat, betonte, dass jeder Titel schwerer werde. Trotzdem bleibt sie aufrecht, kerzengerade und voller Energie – und erst 19 Jahre alt.